Avatar: The Last Airbender – Buch 1: Wasser

8. August 2010 um 00:04 | Veröffentlicht in Buch, Die Welt..., Kino / Film | 2 Kommentare
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Ich habe mich ja bereits mit Buch 1 von Avatar im letzten Wham!, pardon Whaang!, befasst. Bereits zuvor hatte ich die Serie einige Male mit meinem Neffen geschaut, da er ein grosser Avatar-Fan ist, und das Ganze sah doch besser aus, als ich dachte. So lieh ich mir Buch 1 der Serie, um für den Kinofilm “The Last Airbender” vorbereitet zu sein, denn dieser behandelt ja Buch 1.

Nachdem er 100 Jahre im Eis eingeschlossen war, wird der 12-jährige Avatar Aang, Herr aller vier Elemente, ein Luftnomade und mittlerweile der letzte seiner Art, eher zufällig von der Wasserbändigerin Katara und ihrem Bruder Sokka aus seinem Eisgefängnis am Südpol befreit. Da er hundert Jahre abwesend war, weiss er nicht, dass mittlerweile die Feuernation den anderen Nationen (Erdkönigreich, Wasserstämme und Luftnomaden) den Krieg erklärt hat, und diese gnadenlos unterjocht.

Prinz Zuko, der Sohn des mittlerweile dritten Herrschers seit Kriegsbeginn, Feuerlord Ozai, wurde von diesem aus dem Herrschaftsgebiet der Feuernation verbannt, und kann seine Ehre nur wiederherstellen, wenn er den Avatar in die Feuernation bringt. So beginnt eine erbitterte Jagd des jähzornigen Prinzen, der stets von seinem ruhigen, teetrinkenden Onkel Iroh begleitet wird, nach dem Team Avatar um Aang, Katara und Sokka, die sich zum nördlichen Wasserstamm aufmachen, wo Aang, der lediglich ein Element, nämlich Luft, bändigen kann, erst einmal Wasser bändigen lernen soll.

Auf ihrem Weg finden sie neue Freunde, merken aber auch, dass die Nachricht der Rückkehr des Avatar nicht immer für freudige Gesichter sorgt. Viele Leute sind der Meinung, dass der Avatar mit seinem Verschwinden vor hundert Jahren im Stich gelassen hat. Und so muss Aang damit klarkommen, dass nun eine grosse Verantwortung auf seinen Schultern lastet, während sein Gegenpart Zuko nicht nur gegen den Herrn der Elemente, sondern auch gegen den finsteren Feuer-General Zhao ankämpfen muss.

Mir gefällt die durchdachte Geschichte von Avatar, alles und jeder hat seinen Platz und seine Hintergrundgeschichte, und alles ergibt einen Sinn. Wir haben nicht eine 0815-Welt, wie in manch anderer für Kinder konzipierter Serie, in der man für eine Geschichte einfach neue Schauplätze und Figuren kreiert, sondern Schauplätze und Figuren, zu denen die Macher immer wieder zurückkehren und die sie immer wieder in die Story einbauen (sogar als Running Gag, wie den Kohlkopfhändler, der stets seine Kohlköpfe zerstört kriegt).

Gegen Mitte des ersten Buchs wirkt die Serie aber mehr wie eine Serie, bei der jede Folge eine neue Geschichte erzählt, als wie eine Serie, die einen klaren Ablauf der Folgen hat. Jedesmal finden sich die Figuren an einem neuen Ort und die Story ist grösstenteils unabhängig von den vorherigen Folgen. Etwa ab der 15. Folge (Bato of the Water Tribe) wird das aufgelöst, in dem man eine Kopfgeldjägerin das Team Avatar verfolgen sieht, und sie dabei alle zuvor von Aang, Sokka und Katara besuchten Stationen besucht. So schliesst sich dann doch ein Kreis und eine gewisse Kontinuität kehrt ein, die bis zu den Schlussfolgen anhält.

Ich denke, die Serie ist nicht nur eine Kinderserie, und das macht sie auch so erfolgreich. Es gibt sehr viele Witze und Szenen, die jüngere Zuschauer wahrscheinlich nicht verstehen würden. Von Running Gags über Kommentare bis hin zu Witzen über Stimmbruch und sarkastischen Sprüchen. Ich glaube kaum, dass ein Kind deswegen lachen würde. Umgekehrt finde ich aber auch die eher an Kinder gerichteten Slapstick-Jokes oder Einspieler wie das “Penguin Slide” episch, schon schade, dass diese Sequenz nicht in den Film gefunden hat. Für den Humor zuständig sind vor allem Tolpatsch Sokka auf der Seite der “Guten” und der ruhige Gourmet und Musikfreund Onkel Iroh auf der Seite der “Bösen”, obwohl, so böse ist Iroh auch wieder nicht. Die Serie spricht aber immer wieder ernstere Themen an, wie den Tod, der in Form der Verluste diverser Familienmitglieder und Freunde, aber auch direkt, bei Prinzessin Yue, gezeigt wird. Mir gefällt es, dass die Serie ernste Themen immer angemessen behandelt, nie überdramatisiert, aber auch nicht ganz weglässt.

Ganz gut ist die Wahl der Sprecher, allen voran der leider verstorbene Mako, der japanisch-amerikanische Sprecher für Onkel Iroh, dessen Stimme herrlich zu der Figur passt. Etwas erstaunt bin ich davon, dass man Kinder die Kinderfiguren sprechen liess, etwas das man schon lange nicht mehr tut, da die Sprecher, sobald sie den Stimmbruch haben, ausgewechselt werden müssten. Da Avatar aber nur drei Bücher hat und ebensoviele Jahre lief, ist es nicht so schlimm, dass man Kinder und Jugendliche zu Wort kommen lässt. Denn sämtliche Sprecher der jungen Figuren, von Zach Tyler bis Mae Whitman (“You punched me in the boob!”) passen perfekt, bei den Voice Actors hat man wirklich gute Arbeit geleistet. Ich freue mich schon sehr auf den Feuerlord alias Mark Hamill, wenn der dann eine grössere Sprechrolle erhält.

Das Artwork ist sehr schön, die Figuren und ihre Outfits sind durchdacht (allen voran der Blue Spirit), genauso sind die Orte und Landschaften. Es wird selten mit der, wie ich sie nenne, “Ebenenanimation” gearbeitet, bei der jede Ebene, meist nur der Vordergrund, animiert wird und dann über die Hintergrundebene gelegt wird, oder gezoomt wird, was meist ziemlich übel aussieht. Abgesehen von zahlreichen Artwork-Goofs ist das Design und die Animation überzeugend, aber eben: Immer noch ausbaufähig. Der Soundtrack ist ziemlich fein und subtil, meist Rhythmus-Instrumente oder asiatische Blasinstrumente, ab und zu hört man auch westliche Instrumente heraus. Auffallend ist, dass für die Feuernation oft dasselbe Thema, wie beim Imperialen Marsch, eingesetzt wird.

Meine fünf Lieblingsepisoden sind daher:

  1. B1E20 – The Siege of the North, Part 2
  2. B1E19 – The Siege of the North, Part 1
  3. B1E13 – The Blue Spirit
  4. B1E6 – Imprisoned
  5. B1E1 – The Boy in the Iceberg

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