Aus Anlass des (anstehenden) Wahlherbstes

29. September 2011 um 17:11 | Veröffentlicht in Die Welt..., Ich, Kopfschütteln | 5 Kommentare
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Der Wahlherbst 2011 hat nun spätestens begonnen!

Es ist mein erster als aktives Wähldingsbums (meinen ersten Abstimmungssonntag habe ich im wahrsten Sinne des Wortes verschlafen) und ich freue mich bei all der Post nur mässig drauf. Vermutlich wähle ich irgendeine Blödsinnpartei. Weil mir im Moment keiner dieser Heinis passt. Und Herrn Bruno Zuppiger wähle ich übrigens ganz bestimmt nicht! Der hat mich nicht nur mit Flyern und Plakaten sowie seiner SVP-Zugehörigkeit genervt, der hat sich auch erdreistet, mir eine Kettenmail mit dem vagen Inhalt „Wähle mich, du Depp!“ zu schicken. Also so plusminus. Was ich ja ganz offen gesagt eine sehr unglücklich Art des Wählergewinnens finde. Weshalb ich sie auch entsprechend bestrafen werde!

Vas te faire enculer Herr Zuppiger.

Exklusivstaat Helvetia

21. April 2011 um 23:22 | Veröffentlicht in Die Welt..., Ich | 2 Kommentare
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Man verzeihe mir, dass ich gleich ein bisschen politisch werde. Ich echauffiere mich ja, wenn überhaupt, gerne über die grossen Fragen des Lebens, wie spermaähnliche Seife, und nicht über solche Nichtigkeiten wie Politik. Aber was ich soeben, zwar im Blick am Abend, dem mitunter glaubensunwürdigsten Gratiskäseblatt der Schweiz, gelesen habe, lässt mich schon ein bisschen am Verstand mancher Schweizer Politiker zweifeln. Nicht, dass das vorher nicht so gewesen wäre, im Gegenteil (Blocher *hust*), aber diesmal haben sie nicht mal gute Argumente.

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Verbäset

21. September 2010 um 18:26 | Veröffentlicht in Die Welt... | 12 Kommentare
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Am besten lacht man doch immer noch, wenn jemand im unpassenden Moment lacht. Zum Beispiel eine berühmte Person. Ein Bundesrat? So wie Hans-Rudolf Merz bei einer Rede im Bundeshaus. Mehr lustige klassische Verbäser gibts nach dem Klick:

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Politik oder Lötkolbengrinsen

19. April 2010 um 20:59 | Veröffentlicht in Die Welt..., Ich | 7 Kommentare
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Ich beneidete den Vater damals nicht, der dem Kind Politik, bzw. den Job eines Diktatoren erklärte. Meinkleinerneffe wollte dann letztens wissen, warum seit Wochen so grosse Plakate von Menschen rumstünden. Und so versuchte ich ihm Politik zu erklären. Ich hätte es bleiben lassen sollen.

„Jaweissu… Es gibt ja 7 Kerle, die die Schweiz regieren, die Chefs sozusagen…“
„Warum gibts denn Chefs? Darf doch keiner Chef sein von unserem Land? Gehört doch allen?“
„Ja schon. Aber irgendwer muss zum Rechten schauen. Und darum gibts die 7 Kerle.“
„…“
„Aber die können ja nicht die ganze Schweiz beobachten. Darum gibts in allen Orten solche Unter-Chefs.“
„…“
„Und die machen jetzt Werbung, dass die Leute sie als Unter-Chefs wählen.“
„…“
(Gut, er hats nicht kapiert… Plan B.) „Und, wie war dein Tag so?“ 😀

Diese Plakate gehen mir schon ein bisschen auf den Keks.
Zwei Dinge, die man am Morgen vor der Schule nicht braucht:
1. Merkels Dekoletée in der Oper in Dänemark.
2. Politik-Hackfressen die sich in Hässlichkeit toppen, nicht aber in Intelligenz.

I proudly present:

Dr. Grinch

Mecker-Schorsch

Der Mit Dem Lötkolben Im Arsch Grinst

Der Mit Dem Lötkolben Im Arsch Grinst

Grenzenlos

2. März 2010 um 20:46 | Veröffentlicht in Die Welt..., Ich, Tag | Hinterlasse einen Kommentar
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Könnte man Sans-Papiers bezeichnen. Nein, das ist kein Zynismus, ich zähle mich nicht zu diesen restriktiven SVP-Politikern, die die Schweiz um jeden Preis von Ausländern säubern wollen. Heute hab ich verschiedene Formen der Grenzenlosigkeit erlebt. Vorallem im Bezug auf grenzenlose Dummheit. Gut, grenzenlos dumm war es zwar nicht, aber sinnlos, dass man zu dieser obligatorischen Podiumsdiskussion über Sans-Papiers ausschliesslich Vertreter der linksorientierten Meinung eingeladen hatte. Nebst einem Sans-Papier, einer Leiterin einer Sans-Papier-Institution und einer Pfarrerin lud man noch eine linke Nationalrats-Dolmetscherin (erkläre mir mal einer ihren Bezug zu Sans-Papiers) ein. Ich glaube nicht, dass eine Diskussion aus Sich-Auf-Die-Schulterklopfen und Argumente-Gegenseitig-Unterstreichen besteht.

Ebenfalls sehr begrenzt bzw. grenzenlos dämlich verhielt sich der Sans-Papier. Ich möchte bitte festgehalten haben, dass ich nicht rassistisch bin, aber wer als Sans-Papier Fussballtickets stiehlt, muss sich nicht wundern, dass er erwischt wird. Tut mir Leid, dass seine Mutter deswegen ausgeschafft wurde, aber hallo – bin ich der einzige, der kein Mitleid zeigt, wenn so ein Vollidiot ein Fussballticket – erst noch für Zürich – Real Madrid – klaut, und dann geschnappt wird? Hör auf, rumzuheulen, dass es „voll gemein sein, dass du nun wahrscheinlich ausgeschafft wirst, weil du nur ein Ticket geklaut hast“. 1. wurdest du geschnappt, weil du geklaut hast. Dann hat man entdeckt, dass du auch noch illegal hier bist. Zwei verschiedene Dinge. Selbst schuld. 2. selbst wenn – du hast geklaut und wunderst dich über die Folgen? Ich zitiere den guten alten Plo Koon: „If you’re looking for trouble, don’t complain, if trouble finds you!“

Solche Dinge regen mich einfach grausam auf. Ich hab echt nichts gegen Ausländer, solange sie auch ein gewisses Mass an Bemühungen zeigen und sich anstrengen und mittun. Eine solche Arroganz geht mir echt aufn Sa… Keks. Übrigens auch interessant, war die nette Dame aus meiner Klasse, die den Typen ernsthaft danach fragte, ob er auch schon Probleme an der Grenze hatte, wenn er in die Ferien ging >.<

Politik à la Suisse

12. Februar 2010 um 23:45 | Veröffentlicht in Uncategorized | 9 Kommentare
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So sieht ein Schweizer Polit-Werbespot aus, nicht gefaked. Ich weiss noch nicht genau, ob die SP 11 nun für ADS oder für die Stadtparlamentswahlen (@Hirnwirr: Du erinnerst dich sicher noch an die ganzen Plakate für Frau Gut, Herrn Angst, etc. :)) Werbung macht.

Der grosse Kater (2010)

16. Januar 2010 um 17:52 | Veröffentlicht in Kino / Film | 3 Kommentare
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Wie bereits erwähnt, habe ich heute den Film über den Bundespräsidenten „Kater“ gesehen, der immer mehr in einem Netz aus Intrigen und Verrat untergeht. Wahrscheinlich schafft es die deutsch-schweizerische Ko-Produktion (ausser Bruno Ganz ist kaum ein schweizerischer Schauspieler unter den Hauptdarstellern auszumachen) nicht in die grossen Kinos, ist der Film doch eher ein Fall für Arthouses. Ich finde ihn dennoch ein grossartiger Film, der sofern man die Zeit und Möglichkeit hat, ihn zu sehen, sehen sollte. Egal ob Schweizer, Deutscher oder Ösi.

Story

Innenpolitisch läufts dem Bundespräsidenten, genannt Kater, nicht so gut. Da kommt der Staatsbesuch des spanischen Königspaars gerade rechtzeitig, um sich wieder besser hinzustellen. Er organisiert einen Empfang, wie ihn die Schweiz noch nie gesehen hat. Doch im Hintergrund lauert die Gefahr: Katers „Freund“ Pfiff lässt nichts unversucht, den Bundesrat zu stürzen, um an seiner Stelle Bundesrat zu werden. Doch ein Kater hat sieben Leben.

Der Vater von Thomas Hürlimann, seines Zeichens Autor der Buchvorlage, war von 1974 – 1982 Bundesrat und 1979 Bundespräsident und empfing in seinem Präsidaljahr das spanische Königspaar. Trotz dieser unübersehbaren Parallelen zu Thomas Hürlimanns Leben behandelt das Buch eine fiktive Geschichte. So ist beispielsweise Katers einziger Sohn krebskrank. Hürlimann bzw. Regisseur Wolfgang Panzer bauscht die Geschichte um den Staatsbesuch zu einem Wirrwarr aus Intrigen, Taktik und Betrug auf, die einen von der ersten Minute packt.

Symbolik

Wenn ich dieses Wort nur höre, laufe ich meist schreiend davon. Bei „Symbolik“ habe ich ständig Gotthelfs trockene Schullektürsymbolik mit Steinen und dem Teufel vor mir, die mir bereits nach wenigen Seiten lesen jeweils zum Hals heraus hing, und die jede ein-zel-ne Stunde von Neuem besprochen werden musste. Seit Amélie (Rezension folgt ebenfalls) weiss ich aber, dass es auch gute Formen von Symbolik gibt. In diesem Film wird sie gekonnt eingesetzt, so sieht man Kater zu Beginn und zum Schluss an einer Uhr werkeln, die auch im Film immer wieder vorkommt. Auch seine Zeit hat Grenzen. Dem Titel entsprechend, sind auch oftmals Katzen zu sehen. Meist bei Rückblicken in seine Kindheit, in der er mit Katzen aufwuchs. Ganz deutlich wird es, als der Protagonist abstürzt und sich wieder auffängt. Schliesslich hat er ja sieben Leben 😉

Soundtrack

Der Soundtrack zum Film erinnert zum Teil an Ballmusik aus älteren Filmen. Das passt auch prima zum Film, spielt doch ein Grossteil der Story bei einem Galadinner. An den anderen Stellen wiederum hört man Hans Zimmer bzw. Danny Elfman heraus. Keiner der Beiden ist für diesen grossartigen Soundtrack verantwortlich, es ist der eher unbekannte Amerikaner Patrick Kirst, der auch den Soundtrack für „Earth“ geschrieben hatte, einen Pilotfilm zur Serie „Planet Earth“. Schon zu Beginn gelingt es Kirst, den Zuschauer zu packen mit einem grossartig getimten Intro, wenn auch das Lob dem Cutter gebührt 😉

Der Film ist jedem zu empfehlen, der Bruno Ganz in einer seiner besseren Rollen sehen will, der sich ein bisschen für Politik interessiert, und jedem, der gerne spannende Dramen um Intrigen und Verrat hat. Ein grosser Film halt.

Politik auf Kosten der Freiheit

9. November 2009 um 18:44 | Veröffentlicht in Die Welt..., Fragen, Ich | 8 Kommentare
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So wird in der Schweiz Politik geführt - Durch Diffamieren

So oder so ähnlich könnte man die Minarett-Initiative der rechtsorientierten und christlich-konservativen Parteien der Schweiz bezeichnen. Diese Initiative verlangt ein Bauverbot für Minarette in der gesamten Schweiz und wird momentan heiss diskutiert. Die Befürworter befürchten eine Flut an Minaretten und stören sich ab dem „muslimischen Machtsymbol“, das das Landschaftsbild erheblich beeinträchtige. Wer nach weiteren oder zumindest überzeugenderen Argumenten sucht, wird nicht fündig. Denn solche gibt es nicht. Stattdessen pochen sämtliche Befürworter auf diese Argumentation und erwähnen diese pro Diskussion gefühlte zwanzig Mal.

Der wahre Grund dieser Initiative liegt in meinen Augen etwas weiter zurück. Wir schreiben 2007, damals hatte die SVP mit der sogenannten „Schäfcheninitiative“ (drei weisse Schafe – Schweizer – stossen ein schwarzes – krimineller Ausländer – zur Schweiz hinaus) zur Ausschaffungsinitiative für kriminelle Ausländer die Schweiz gespalten. Gegner und Kritiker waren ausser sich über die Unverfrorenheit der Partei, die sich mit dem schwarzen Schaf rassistischer Symbolik bediente. So laut die Stimmen zum Plakat waren, so klar war dann auch der Wahlsieg der „stärksten Partei der Schweiz“ bei den darauffolgenden Parlamentswahlen. 26% der Stimmen erhielt die rechte Volkspartei.

Doch von da an ging es abwärts mit der SVP. Im Dezember des gleichen Jahres folgten die Bundesratswahlen. Man war sich der Wiederwahl des umstrittenen und – um sich starker Worte zu bedienen – verhassten Christoph Blocher sicher, schliesslich bildete man nun die Mehrheit im Parlament. Doch die Taktiker hatten nicht mit einem geschickten Schachzug der Linken gerechnet. Diese stellten, um die Zauberformel (2 SVP, 2 FDP, 2 SP und 1 CVP-Bundesrat) nicht zu verletzen, mit Eveline Widmer-Schlumpf zwar eine SVP-Politikerin zur Wahl, jedoch keine radikale und eine eher linksorientierte. Der Plan ging auf. Mit den meisten Stimmen der grossen linken Parteien und einigen Stimmen aus dem gemässigten Lager der rechten Parteien konnte man Blocher aus dem Bundesrat drängen. Und Widmer-Schlumpf hinein. Die SVP verkündete den Gang in die Opposition – welcher bis heute noch nicht vollbracht ist – und schloss ihre beiden Bundesräte Samuel Schmid und Eveline Widmer-Schlumpf aus der Parteifraktion aus.

Heute – 2009. Die SVP hat ihre Glaubwürdigkeit verloren. Ihr Aushängeschild Christoph Blocher ist von der Bildfläche verschwunden. Ein gemässigter Teil der Partei hat sich von der SVP abgespaltet und die BDP gegründet. Mit der Annahme der Minarett-Initiative gewinnt die Partei einen Teil ihres Images zurück. Das Image als „stärkste Partei der Schweiz“ hat nämlich schon einige Kratzer erlitten. Um diese auszubessern wird eine Religion diffamiert und die Freiheit derselben eingeschränkt. Es wird dem Fremden ein weiterer Seitenhieb verpasst. Nur für das Renommé einer Partei. So funktioniert Politik.

Parallelen

8. September 2009 um 21:03 | Veröffentlicht in Die Welt... | 3 Kommentare
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Kennt ihr alle „Der Wixxer“? Gut. Wenn nicht, solltet ihr, sofern ihr überhaupt vorhabt, den Film zu sehen, nicht weiterlesen… Ich weiss, ich habe momentan ziemlich den Overkill, was diesen Film angeht, aber ich versuche, mich mit Posts dazu zurückzuhalten. Aber das muss jetzt einfach raus. Heute abend habe ich in der Tagesschau irgendeinen Beitrag wegen Bundesrat Merz und der Gaddafi-Sache geschaut, eher passiv, es ging um die Konsequenzen usw. Da sprach doch so ein komischer Nationalrat, Mario Fehr hiess er, der einer Filmfigur aus „Der Wixxer“ stark ähnelte. Zudem wies er einen Sprachfehler auf – wie dies „Rather Short“ aus „Der Wixxer“ auch hat. Der Vergleich:

Rather Short

Original (leider das beste Bild von ihm)

Fälschung (oder so...)

Wahlkrampf

30. August 2009 um 21:22 | Veröffentlicht in Die Welt..., Fragen | 11 Kommentare
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Schonmal vorneweg: Hier bist du gefragt. Oder zumindest deine Meinung und dein Wissen. Wenn du Deutsche/r bist. Oder auch sonst. Von mir aus kannst du auch Spanier sein. Du musst mir einfach helfen… 😀

Deutschland feiert ja dieses Jahr den Wahlkrampf, der im Vierjahresmodus gefeiert wird. Die Organisatoren heissen? Bildungslücke. Wer stellt sich zum Wahlkrampf als Bundeskanzlerkandidat/in? Ausser Ferkel? Was wird sonst noch gewählt? Wer von euch war unter den Tätern des Thüringer Wahlschlages zur Landtagswahl? Wen sollte man deiner Meinung nach wählen? Eigentlich könnte ich dies auch unter meine Rubrik „Fragen“ setzen, aber da ich weiss, dass dort keine Sau nachschaut, lass ich das lieber. Also. Helft Graval – helft der Welt – beantwortet meine Fragen!

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