Avatar: The Last Airbender – Buch 2: Erde

8. August 2010 um 23:53 | Veröffentlicht in Die Welt..., Kino / Film | 1 Kommentar
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Nach Wasser geht es nun im zweiten Buch darum, dass Aang das Element Erde meistert, bevor er dann im dritten Buch Feuer bändigen soll. Als Vorbereitung auf den Film und aus Interesse habe ich das erste Buch geschaut, doch mittlerweile hat mich die Serie richtig begeistert und so habe ich auch gut eine Woche nach dem ersten auch das zweite Buch durch.

Aang begibt sich mit Katara und Sokka auf die Suche nach einem Erdbändiger, der ihm das Element zu bändigen beibringen soll. Derweil hadert Zuko noch mit der Niederlage beim Nördlichen Wasserstamm, nichts ahnend, dass der Feuerlord bereits eine Agentin auf den Verräter angesetzt hat: Zukos eigene Schwester Azula. Die beiden fallen erst auf eine List Azulas herein, können letztlich aber doch fliehen. Zuko und Iroh beschliessen, die Feuernation hinter sich zu lassen und ein neues Leben anzufangen, während sich Azula mit der akrobatischen Ty Lee und dem Emo-Kid Mai zusammenschliesst.

In Gaoling trifft das Team Avatar auf die blinde Toph Bei Fong, die aber Dinge durch ihre geschulten Füsse und Hände besser wahrnimmt als mancher Sehende. Toph ist erst nicht angetan von der Idee, Aang als Lehrerin zu dienen, schliesslich stimmt sie jedoch zu. Doch ihre Eltern lassen sie nicht ziehen, sodass Toph ausreissen muss, um sich den anderen anschliessen zu können. Nach einigen Unterrichtsstunden beherrscht Aang das Element schon sehr gut. Derweil begeben sich Zuko und Iroh nach Ba Sing Se, um dort Azula zu entkommen, da sie unter all den Flüchtlingen nicht auffallen. In einem Teehaus finden sie neue Arbeit und Zuko macht eine Metamorphose durch, in der er sein altes Ich langsam abstreift.

Auch Aang und die anderen machen sich nach Ba Sing Se auf, da sie einerseits Appa an einen Händler in Ba Sing Se verloren haben, andererseits aber auch, weil sie dem Erdkönig eine wichtige Nachricht zukommen lassen müssen. Sie haben in Erfahrung gebracht, dass eine Sonnenfinsternis ansteht, und da Feuerbändiger bei Sonnenfinsternis nicht bändigen können, wollen sie diese Situation kriegstechnisch ausnutzen. Doch in Ba Sing Se ist nichts, wie es scheint. Und so muss sich das Team Avatar nicht nur der Feuernation stellen, die die Stadt infiltriert, aber auch einem korrupten Sicherheitschef. Und plötzlich haben sie noch einen weiteren, unerwarteten Gegner, aber auch einen unerwarteten Verbündeten. Oder sind die Rollen umgekehrt?

Vielleicht klingt dieser letzte Abschnitt leicht verwirrend, doch das ist die Story des zweiten Buches auch. Vor allem gegen Ende stehen die Protagonisten immer wieder Lügen und Intrigen gegenüber, und manch einer, der eigentlich gut war, ist plötzlich böse. Oder eben, umgekehrt. Dieses Buch ist viel düsterer als das erste, man merkt, langsam ist fertig lustig, nun gehts ans Eingemachte. Gerade in Ba Sing Se, wo sich das Team Avatar, aber auch Iroh und sein Neffe Zuko, Sicherheit erhoffen, ist die Welt nicht mehr im Reinen, und letztlich müssen die Völker eine herbe Niederlage gegen die übermächtige Feuernation einstecken.

Mir gefällt diese Wende von Unterhaltung zum Düsteren, Ernsthaften. Den Höhepunkt erreicht diese Wende wohl in Zukos Rückfall. In der gesamten Staffel hat er sich langsam von der Feuernation abgewandt und letztlich zu einem “guten Kerl” geändert. Und dann erliegt er auf einmal der Versuchung und schliesst sich seiner Schwester an. Das unterstreicht für mich, dass es nun fertig ist mit Happy End, dass alles möglich ist, und das bildet doch eine gute Ausgangslage für das dritte Buch. Auch Aang macht eine Veränderung durch, er merkt, dass er seine Gefühle längst noch nicht kontrollieren kann, wie es beim Verlust von Appa zu sehen war, aber auch, als er Katara loslassen sollte. Diese Szenen mit dem Guru Pathik gefallen mir ganz gut, nicht zuletzt wegen der auffälligen Parallele zu “Das Imperium schlägt zurück”, letztlich finde ich aber, hätte man klarer zeigen können, ob Aang nun den Avatarzustand kontrollieren kann, oder nicht.

Doch der Humor, der Avatar ausmacht, kommt nicht zu kurz, auch wenn der eher im ersten Teil des Buches vorkommt, doch auch mit Toph, die vorwiegend im zweiten Teil vorkommt, gibt es zahlreiche lustige Szenen. Meist drehen sich diese um ihre Blindheit, wobei man sich nie darüber lustig macht, sondern sie sich damit über andere lustig macht. Wie, als sie Sokkas Zeichnung, die alle schlecht finden, lobt. Trotzdem werde ich noch nicht wirklich warm mit Toph, irgendwie gefiel mir das Team Avatar vorher etwas besser, aber vielleicht ist das nur Gewöhnungssache, schliesslich sind es mittlerweile 39 Episoden mit Aang, Katara und Sokka, aber nur knapp die Hälfte mit Toph. Ungeachtet dessen gefällt mir die Steigerung und die Veränderungen der Serie sehr gut, und wenn die Qualität so hoch bleibt oder sogar noch in ähnlichem Masse zunimmt, dann kann das dritte Buch nur gut sein. Zu guter Letzt also meine fünf Favoriten der Episoden:

  1. B2E02 – The Cave of Two Lovers
  2. B2E15 – Tales of Ba Sing Se
  3. B2E20 – Crossroads of Destiny
  4. B2E13 – The Drill
  5. B2E12 – The Serpent’s Pass

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