Real Life Blog?

26. Juli 2011 um 09:28 | Veröffentlicht in Blogosphäre, Die Welt..., Ich | 11 Kommentare
Schlagwörter: , , ,

„Sag mal, diese Blogs da – benutzen die nur Kranke und Geistesgestörte?“
– Meine Mom

Irgendwo geisterte mal so ein Stöckchen durch die Webgeschichte, bei dem man sich mit dem Blog und wie das Umfeld damit umgeht, auseinandersetzen sollte. Und jeder Blogger hat sich, mal mehr, mal weniger mit seinem Umfeld befasst, sei das, dass er es in den Blog miteinbezogen hat, oder dass er seinen Blog möglichst vor neugierigen Mitmenschenaugen geschützt hat. Mir ging es anfangs so, ich wollte meinen Blog von meinem realen Leben trennen, weil ich damals ein Umfeld hatte, mit dem ich nicht über die Dinge sprechen konnte, die ich im Blog aufgriff. Anfangs wusste meine Familie vom Blog, bzw. ich machte keine Hehl daraus, einen Blog zu haben. Heute erzähle ich vorallem meinen Eltern nicht mehr davon, was an ihrer Neigung zum Kontrollfreakismus liegt – vielleicht kann ich künftig anders damit umgehen, momentan ist es aber einfach nicht möglich, wenn ich ihnen schon sonst die ganze Zeit ausgesetzt bin. 😉 Auch meine Geschwister wissen davon, haben es aber nicht so sehr registriert, vermutlich, weil ich nicht tagtäglich darüber spreche. Mein Bruder kennt ihn, und besucht ihn hie und da auch, er hat selber kurz gebloggt, aber es nicht lange durchgezogen. Über meinen Bruder hat ihn dann ja auch Maloney entdeckt, und auch anderen Kollegen hatte ich schon davon erzählt. Dass ich aber nicht damit hausieren gehe, ist für mich Selbstverständlichkeit und daran wird sich auch nichts ändern – wer nichts wissen will, den texte ich auch nicht voll. Aber eben – ich rede gerne über meinen Blog, wenn es das Gegenüber auch interessiert.

Recht amüsante Anekdote btw: Mir wurde von einer Kollegin vor ein paar Wochen nahegelegt, einen Blog für meine Hirnergüsse zu eröffnen.

 

11 Kommentare »

RSS feed for comments on this post. TrackBack URI

  1. […] gedankliches, persönlichesKeine Kommentare Heute bei Graval … ick werd alt…   Owley gelesen, die Fragen, “wer kennt dein Blog?” “Wie gehst du damit um?”  […]

  2. Ich hab da auch mal drüber nachgedacht… und was geschrieben. Manchmal würde ich mir Anonymität wünschen, da kann man anders schreiben. Aber eigentlich ist es gut so, wenn es sich mit der Realität vermischt…finde ich…

  3. Ein gesunder Mix ist imho das Beste – auch was die Themen angeht 🙂

  4. Haha, ein klasse Zitat! Es wundert mich aber, dass deine Mutter offenbar nichts mehr von deinem Blog weiß …
    Darf ich fragen, wie du denn dann so ein Gespräch mit Freunden beginnst, in dem du (nebenbei?) erwähnst, dass du bloggst? Und wie reagieren die anderen darauf? Ich könnte mir vorstellen, dass die meisten meiner ehemaligen Klassenkameraden mich für einen noch größeren Nerd gehalten hätten, hätten sie gewusst, dass ich blogge. Denn für jene war jede Internetnutzung, die über Facebook, MySpace & Co. hinausgeht, abnormal.

    Dass du von einer Kollegin auf die Möglichkeit des Bloggens angesprochen wurdest, beweist, dass du auch im Real Life für’s Bloggen perfekt geeignet bist. 😛

  5. Naja, sie ist recht vergesslich und schusselig, da passt das gut ins Bild. 😉
    Ich beginne das Gespräch an sich nicht, und mache es auch nicht vorsätzlich, aber wenn es sich ergibt, zum Beispiel, wenn ich erwähne, dass ich dies und das auf einem Blog entdeckt habe – ein Video, beispielsweise, oder ein Meme.

  6. Nun, ich betreibe ja mittlerweile kein persönliches Blog mehr (nun es ist noch weniger persönlich als in meinen Anfängen), aber meine Eltern müssen trotzdem nicht immer lesen, was für Filme ich wie aufnehme. Einige meiner Freunde lesen tatsächlich hin und wieder meine Artikel – viel darüber geredet wird dennoch nur mit meinem Bruder…
    Blog und Realität sind bei mir also schon ziemlich getrennt, finde jedoch nichts schlimmes daran.

  7. Ich finde ja, selbst ein reiner Filmblogger kann nicht „unpersönlich“ bloggen, weil er seine Meinung einfliessen lässt, Erinnerungen mit Filmen verbindet und seine Person durchblicken lässt – selbst wenn er das zu vermeiden versucht. Und daher finde ich, muss ich ja nicht um jeden Preis dieses Private verhindern und nur über ein Thema bloggen, auch wenn im Moment vorallem Popkultur meinen Blog prägt. Ich finde das aber auch nicht schlimm, wenn ein Blogger das anders sieht und entsprechend anders handhabt 🙂

  8. Also ich muss sagen, dass ich es als Leser (mit gelegentlich = meistens starken neugierigen Eigenschaften 😀 ) immer interessant finde, auch persönliche bzw. generell Dinge aus dem „echten“ Leben der Blogger zu lesen. Dass viele diese nicht preisgeben möchten, kann ich allerdings genauso gut nachvollziehen und werfe da auch keinem vor, seinen Blog irgendwie schlechter mit Inhalt zufüllen, keines Falls. WÜRDE ich selber einen Blog betreiben, WÜRDEN mit Sicherheit regelmäßig Dinge aus meinem Leben dort stehen, das kann ich mit Garantie sagen. 😉 Denn dafür, dass das nicht der Fall WÄRE, bin ich einfach viel zu mitteilungsfreudig was so ziemlich alles um mich herum angeht 😛

  9. Ich rede da in meinem Umfeld auch nicht drüber. Wissen, dass es das gibt und hin und wieder reinschauen tun zwei meiner Brüder, aber die meisten aus meinem Freundeskreis kennen meine Blogs nicht, meine Frau weiß so im Groben dass ich das mache, interessiert sich aber kein Stück dafür, hat noch nicht mal reingeschaut soweit ich weiß. Und das ist schon ok, finde es ganz gut dass das getrennt ist.

  10. @owley: Ja gut. Das stimmt schon. Aber ich würde jetzt nicht unbedingt über meinen Tagesablauf schreiben. Der wäre auch recht kurz und wenig informativ zur Zeit… 😀
    Summa summarum, ich schreibe nicht gerne etwas aus meinem Leben (dafür gibts Facebook und Twitter), sondern lediglich über einem Teil dessen, was mein Leben zu großen Teilen ausmacht – Filme und Serien 🙂

  11. @Xander: Joa, das finde ich auch eine gute Handhabung. Muss ja nicht sein, dass das Umfeld zum vetterwirtschaftlichen Mitlesen verdonnert wird. 🙂 Solange man es, um so etwas vorzubeugen, nicht verleugnet, finde ich es okay.
    @Dos: Eben, ich wollte auch nicht sagen, dass nun nur die Integration des Privatlebens in den Blog richtig ist, keineswegs, nur ist es der Weg, wie ich bloggen möchte. Abgesehen davon, dass ich filmisch zu wenig bewandert bin, um einen reinen Filmblog zu schreiben 😉


Und was sagst du dazu?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


Entries und Kommentare feeds.

%d Bloggern gefällt das: