KUB #7 – Wie sieht die Zukunft von Star Wars aus?

10. Juli 2011 um 16:50 | Veröffentlicht in Kino / Film, KUB, Star Wars | 17 Kommentare
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Leicht sehr stark verspätet stelle ich mir, wie das auch die anderen Teilnehmer tun, bzw. schon getan haben, die Frage, wie es mit Star Wars weitergehen könnte. Denn „The Clone Wars“ ist (zum Glück?) nicht für immer, und so muss sich das Franchise wohl oder übel einen neuen Tent-Pole suchen, um weiterzubestehen und weiterhin Fans zu begeistern. Doch in welcher Richtung wird es weitergehen? Und das, ganz ohne das bekannte Yoda-Zitat.

Filme, das hat Lucas lang genug klargestellt, wird es nicht mehr geben. Oder zumindest keine relevanten mehr, höchstens solchen Kleinkram wie „The Clone Wars“. Also muss man es anders versuchen – und möglichst etwas, mit dem man einerseits viele Fans erreichen kann, und andererseits auch neue Anhänger gewinnt. Ein solches Medium ist das Fernsehen, und wir wissen ja, dass auch eine Realserie geplant ist. Nur, wird diese auch den Ansprüchen der Macher genügen? Werden sich Woche für Woche genügend Fans einfinden, um eine TV-Serie zu gucken, und damit das Fandom am Leben zu erhalten? Vermutlich zögert man aber damit die zwingende Entscheidung heraus, die Neuorientierung, die das Franchise so dringend benötigt. Es ist meiner Meinung nach nicht möglich, auf lange Zeit hin nur von den Überresten einer goldenen Zeit zu leben, wie will man in Zukunft noch Fans gewinnen, wenn die die Filme nur vom Hörensagen kennen?

Daher denke ich, ist jede dieser Möglichkeiten – neue TV-Serie, neues Game, neue Comicreihe, neue Romanserie – nur ein Abwenden der dringend nötigen Konfrontation mit der Tatsache, der Tatsache, dass sich das Franchise selber kaputtmacht, wenn es sich in Zukunft nur noch durch die Zeit schleppt, ohne wirklich etwas relevantes zu produzieren. Aber wer kann es den Machern verübeln, wenn der einzige grosse Geldhahn – ein neuer Film – versiegt ist, weil George Lucas nichts davon hören will? Nur können selbst tausende dieser Geldhähne nicht den künstlerischen Wert eines Films aufwiegen. Sprich: Star Wars wird ohne neuen Film wahrscheinlich nicht mehr lange diesen Status halten können. Schade, aber traurige Wahrheit, nehme ich an.

17 Kommentare »

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  1. „Star Wars“ hätte auch ohne die letzten drei Filme einen gewissen Status. Der hat durch Jar Jar Binks & Co. nur Schaden genommen…

  2. Da sieht man sehr stark, wie unterschiedlich die Ansichtsweisen innerhalb der KUB sind (im positiven Sinne).
    Du bist also der Meinung, die Saga bräuchte eine Neuorientierung. Vergleichbar mit der, die die Prequels mit sich gebracht haben? Und wenn ja, welche Neuorientierung könnte dies sein, wenn ein Kinofilm ausgeschlossen ist?

  3. @Xander: Nun, ich denke nicht, dass Star Wars ohne die Prequels da wäre, wo es heute wäre, zumal die neuen Filme dem Fandom noch einmal ordentlich Schwung brachten.
    @Lichtschwert: Ich schliesse einen Film nicht aus, ich denke, ein neuer Film wäre aber nur ohne Lucas möglich. Und dazu müsste man von dieser monotheistischen – pardon, monoregisseuristischen Denkweise wegkommen. Aber ob das dann klappt, ist fraglich. Ich glaube jedenfalls, dass das Fandom je länger, je mehr an Drive verliert.

  4. Ja, schon, aber was wäre Star Wars ohne George Lucas?
    Womit wir wieder beim Holiday Special und den Ewokfilmen wären, die – soweit ich weiß – (bis auf das EU) die einzigen Projekte sind, in denen Lucas nicht seine Finger im Spiel hatte. Und die sind ja auch gründlich in die Hose gegangen, wie ich finde.

  5. Nun, damals war Lucas‘ Geschmack auch noch massentauglich, heute ist eigentlich vieles was er macht, nicht wirklich beliebt. Und er kann das ganze ja immer noch supervisen. Aber seine Ideen will keiner mehr.

  6. In SW gibt es halt verschiedene Generationen mit verschiedenen Vorlieben: Es gibt die Generation OT, die Generation Prequels, die Generation Lego und die Generation CloneWars und und und…. Dann gibt es jene, die nur schauen, nur lesen, nur gamen oder alles zusammen und und und. So entwickelt sich Star Wars in verschiedene Richtungen, aber meiner Meinung nach ist fand die Hauptgeschichte 2005 mit RotS sein Ende. Ab dann durfte jeder selber entscheiden, ob er den Abenteuer Starkillers oder Ashokas u.A. folgen wollte oder nicht. Ich kann nicht sagen, wie es weitergeht. Stellt euch vor wenn bei LucasFilm und -Arts usw. die heute 10-jährigen hocken! Dann weht dann aber ein anderer Wind als jetzt…

  7. Ich wünschte mir auch, dass das SW-EU keine Filme mehr erlebt, aber vermutlich wird das mal der letzte Weg sein, um es am Leben zu erhalten… :I

  8. Ich dachte immer, Lucas wollte noch ein paar Filme raushauen. Naja… ich bin ja eh ein Fan der alten Trilogie. Alles andere war irgendwie überflüssig. Solange nicht doch noch diese TV-Serie kommt 😉

    Was ist eigentlich aus dem Gerücht geworden, dass Lucas alle alten Filme in 3D-Verarbeitung noch mal ins Kino bringen will???

  9. 9. Februar 2012 – Episode I 3D 🙂 Und ja, richtig die Qualität zu heben, vermag vermutlich wirklich nur noch die Realserie 😉

  10. Ach herrje… und dann folgen alle anderen Teile auch, oder wie??? Mmh… allein schon wegen „Star Wars im Kino gucken“ würde ich mir das möglicherweise sogar anschauen.

  11. Mag blasphemisch klingen, ist aber die traurige Wahrheit: Man hätte Lucas schon vor sehr langer Zeit die Rechte an Star Wars entziehen müssen, damit er sein eigenes Kind nicht umbringt. Lucas hat leider keine Ahnung von guter Bild/Ton-Komposition, er versteht nicht von Dramaturgie und eine gute Geschichte würde er jederzeit für eine Horde Renderaffen aufgeben. Romantik ist bei Lucas Renderwasserfall und Zeckenreiten, Liebe ist wenn einer „Ich liebe Dich sagt“, und wenn es wirklich dramatisch werden soll, dann fällt Lucas nur „Hand (wahlweise Kopf“) ab ein.

    Darum bin ich der festen Überzeugung das man Lucas in einen schönen, weich gepolsterten Raum unterhalb der Skywalker-Ranch unterbringen und ihm regelmäßig wachsmalstifte reichen sollte. Im Star Wars-Universum sollte er nichts mehr anfassen dürfen. Das sollten nur noch talentierte Leute machen, die davon Ahnung haben – und davon gibt es genug.

    Falls das alles nicht geht, bitte keine weiteren Lcas-Machwerke mehr. Weder Filme noch sonstwas. Star Wars ist ein Klassiker. Klassiker brauchen keinen Status, sie sind einer. Der Präzedenzfall, 15 Jahre ohne einen Film, ist ja da: Auch in der zeit hat niemand Star Wars vergessen.

  12. Ganz so eng sehe ich das ja nicht, aber deine Aussage trifft den Kern der meinen 😉

    Lucas kann das nicht (mehr), wofür man ihn noch vor Jahren gepriesen hat. Er hat dem Filmbusiness zwar viel gegeben, aber nur deswegen sind seine Werke keine Meisterleistung. Ich habe Spass mit den Prequels, sehe aber auch den Qualitätsabfall gegenüber der OT.

    Falls also was von SW kommen sollte, sprich was Grosses, soll Lucas höchstens repräsentative Funktion haben. Meiner Meinung nach.

    Und nein, das Interesse an Star Wars sank in den 15 Jahren damals erheblich und stieg erst mit der Special Edition an. Insofern können wir froh sein, dass 6 Jahre nach EP III immer noch so grosses Interesse da ist. 🙂

  13. @Don: Sorry fürs Überlesen :O Ja, Jahr für Jahr kommt ein Teil. Und wie ich schon hier geschrieben hatte, geht es mir, und dem Grossteil der Fans gleich wie dir – wir gehen nicht wegen 3D ins Kino, sondern, um die Filme im Kino erlebt zu haben. 🙂

  14. @ graval
    Stimmt doch gar nicht. Ich geh rein, um Star Wars in 3D zu sehen. Bäh. 😛

    @ Silencer
    „Lucas hat leider keine Ahnung von guter Bild/Ton-Komposition, er versteht nicht von Dramaturgie und eine gute Geschichte würde er jederzeit für eine Horde Renderaffen aufgeben.“
    Bei Letzerem stimme ich dir zu, aber was eine gute Bild/Ton-Komposition und Dramaturgie betrifft, kennt er sich meines Erachtens sogar sehr gut aus. Anders als bei den meisten „großen“ Werken anderer Künstler hat er sehr auf die Kraft des Tons gesetzt und mit Ben Burtt einen Meister der Tonkünste engagiert. Diese und die Musik, die grandios von John Williams hinzugefügt wurde, machen einen Großteil des Erlebnisses aus, womit wir bei der Dramaturgie und einer packenden Intensität wären, welche er auch in seine Filme packen kann.

  15. @Lichtschwert: Dem stimme ich zu. Aber beim 3D nicht. Ich gehe die Filme wegen dem Kinoerlebnis schauen…

  16. Also ich halte ja von den ganzen Sachen ab der OT nichts mehr. Die Spiele waren alle noch ganz nett, aber der Rest hat den Mythos demontiert. Erklär mal einem Spätgeborenen, dass die Teile 1-3 nach 4-6 geschaut werden müssen. Anstatt das Universum einige hundert Jahre in der Zukunft weiterzuführen, werden alle Geheimnisse der OT jetzt in den Prequels breitgewalzt (und zwar so dermaßen dämlich, dass es wirklich jeder versteht – ich sag nur die Geburt von Luke und Leia, wo noch erklärt wird, wie die heißen). Lucas hat seit Mitte der 90er alles daran gesetzt, seine Werke zu demontieren. Erst gab es einige tolle Filme (American Graffiti, THX, Indiana Jones, Star Wars) und jede Menge toller Adventures, die Megaseller waren und auf die jeder gewartet hat, die nicht enttäuschten – und dann kamen Action Games. Inzwischen produziert er nur noch Star Wars, ab und zu noch ein Indy Game oder ein völlig unnützes Monkey Island Remake. Ich verstehe es nicht. Die SE im Kino war damals der Knaller für mich, ich war da ja gerade in der Star Wars Phase – aber jetzt… Irgendwie stimmt die Qualität nicht mehr. Clone Wars kann ich nicht schauen, die Animationen sind einfach viel zu schrottig, weit unter Lucasniveau. Übrigens ist eine Realserie von Star Wars schon seit den 80ern geplant. Naja, abwarten. Gleiches gilt i. Ü. auch für Indiana Jones und alle anderen Produkte von GL. Vergleicht mal die genialen Adventures der 80er/90er mit den Fließbandprodukten von heute. Da stimmt das Verhältnis Idee/Technik nicht mehr.

  17. […] philosophiert über The Clone Wars, die Realserie & Co. Die Zukunft von Star Wars sieht Owley nur in neuen Kinofilmen. Lichtschwert sinniert über die Überverwendung der Marke. Über George Lucas’ meisterhafte […]


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