Kung Fu Panda (2008)

27. Juni 2011 um 00:38 | Veröffentlicht in Kino / Film | 2 Kommentare
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„One often meets his destiny on the road he takes to avoid it.“

Hin und wieder kommt es vor, dass ich einen Film, den ich seinerzeit im Kino gesehen hatte, bei einer weiteren Sichtung auf DVD einige Jahre später, in ganz anderem Licht sehe, als noch im Kino. Das war zum Beispiel der Fall bei „Pirates of the Caribbean: At World’s End„, den ich im Kino scheisse fand, heute aber für den besten Film der Reihe halte. Auch bei DreamWorks Kung Fu Panda, den ich mir kürzlich wieder ansah, ging es mir ein bisschen so, auch wenn nicht gerade so stark. Aber irgendwie hatte ich den Film doch ganz anders in Erinnerung.

Eigentlich wäre der Panda Po gerne ein Kung Fu-Krieger, aber seine Tollpatschigkeit und Faulheit, sowie seine Bestimmung als Nudelsuppenkoch der vierten Generation versalzen ihm dieselbe. Doch dann bricht der gefürchtete Tai Lung aus seinem Gefängnis aus, und die Schildkröte Oogway sucht einen Drachenkrieger, der sich dem Schneeleoparden entgegenstellen sollte. Eher zufälligerweise fällt die Wahl auf Po, doch Oogway ist überzeugt – es gibt keine Zufälle. Also muss Po in kurzer Zeit die Kampfkunst meistern, wenn er gegen Tai Lung bestehen will…

Ganz ehrlich: Die gleiche Story verpackte Disney 10 Jahre vorher mit „Mulan“ ein bisschen besser – was aber bei Kung Fu Panda auch nicht so schlimm ist, da man dadurch, dass man recht schnell weiss, wie es ausgehen wird, viel interessierter ist, wie Po dann genau sein Ziel erreicht. Da gibt man sich auch reichlich Mühe und erzählt keine geradlinige Story, sondern spinnt einen mit einigen Wendungen und einer für DreamWorks ausserordentlich grossen Prise an Tiefsinn gespickten Plot. So schlägt man immer wieder etwas ernstere Töne an, wie zum Beispiel bei Oogways Eins-Werden-mit-der-Macht oder auch Shifus/Tai Lungs Vorgeschichte. Dazu hat man mit Hans Zimmer und John Powell auch zwei der renommiertesten Hollywood-Komponisten engagiert, die diese Szenen musikalisch gelungen untermalen und so dem Film einen episch-schönen Anstrich verleihen, auch wenn man den Pinsel wohl tiefer in den Top mit der Zimmer-Farbe getaucht hat.

Was jetzt nicht heissen soll, dass der Film nicht genug Humor enthält, für diesen Aspekt sorgt Jack Black und die bessere Hälfte von Tenacious D ist die beste, und auch meiner Meinung nach einzige in Frage kommende Wahl für den knuddeligen Panda. Neben ihm glänzen Dustin Hoffman als verbitterter, aber eigentlich grundguter Meister Shifu, Angelina Jolie als impulsive Tigerin und der frischgebackene Pirat Ian McShane als finsterer Bösewicht Tai Lung. Heimlicher Star des Films ist aber die Schildkröte Oogway, die selber manchmal nicht so genau weiss, was sie tut. Aber zurück zum Humor – denn der ist zwar ganz lustig, stellenweise macht er aber auch ein bisschen Potenzial kaputt. Zum Glück richtet der Humor damit nicht so viel Schaden an, wie das Po streckenweise im Film tut, aber ein bisschen störend ist es zeitweise schon.

Um auf meine Eingangs erwähnte veränderte Sichtweise zurückzukommen, so bewerte ich diesen Film doch besser, als ich das noch vor drei Jahren getan hätte. Damals fand ich ihn nett, aber eher flach. Mittlerweile muss ich sagen, dass mir sein Stil, sein Humor und auch die Story mit den guten Figuren gefällt, und der Film nahezu so gut wie seine Fortsetzung ist. Doch dazu fehlt ihm die Konsequenz punkto Tiefgründigkeit und auch optisch ist er längst keine solche Augenweide wie der zweite Film.

2 Kommentare »

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  1. Ich hab den Film damals in einem spanischen Kino gesehen und verstand somit mehr als die Hälfte nicht, und jetzt hab ich keine Ahnung von absolut nichts mehr. Hab sogar erst jetzt beim Trailer zum neuen Film gemerkt, dass der Tiger ja eine Tigerin ist^^ Werde mir den ersten vor dem zweiten nochmals reinziehen müssen. Aber wegen anderen Filmen (Transformers, Hangover, Harry Potter) wird der wohl noch etwas warten müssen. Und da ich über den Sommer weg bin, wird nach dem Sommer Super8 usw auf der Prioritätsliste stehen – und die ist an sich ja schon lang… Aber wenn dir der Film ja gefällt, lässt der sich noch IRGENDWIE reindrücken…

  2. Gucken. Umpedingt. 🙂


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