Eigentlich

13. Juni 2011 um 22:58 | Veröffentlicht in Die Welt..., Ich, Tag | 18 Kommentare
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Eigentlich sollte ich glücklich sein. Ich habe per sofort bis im August einen Job (Gummibärchenverpackungsdesigner – sic!), bei dem ich angenehm verdiene, sodass ich mir auch mal wieder was leisten kann. Damit müssten auch meine Eltern, die mir nun seit Wochen in den Ohren liegen, Ruhe geben. Ich habe auch so gut wie die Gurtentickets, die ich so sehnlich wollte, letzten Endes über Umwege erhalten, nachdem erst alle ausverkauft waren. Da fahre ich mit einigen Kolleginnen hin und das wird verdammt genial. Eine meiner besten Kolleginnen kommt zudem im Sommer aus Kanada her, wir haben uns seit drei Jahren nicht mehr gesehen. Und ansonsten kann ich auch nicht über einen Mangel an reizenden Damen in meinem Umfeld klagen, im Gegenteil.

Eigentlich sollte ich also zufrieden sein. Aber dann fällt mir wieder der ganze Scheiss ein, der mich Tag für Tag kaputt macht. Die Schule, die ich vermisse, die Leute, für die ich nun wohl nicht mehr bin, als eine gelungene Abwechslung ab und zu. Ich freue mich auf die neue Schule, aber ich weiss, dass mir die alten Kollegen fehlen. Die Eltern, die mir ihre Enttäuschung in jedem zweiten Satz klar machen, die mich keine einzige Sekunde in Ruhe lassen, weil sie immer etwas finden, das man mir vorwerfen kann. Meine beste Kollegin, von er ich mich abgewandt hatte, weil ich Angst hatte, mich zwischen sie und ihren Freund zu stellen. Wofür ich nun den Preis zahle und mir die wichtigste Person in meinem Leben fehlt.

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  1. Wenn sie dir etwas bedeutet..FIGHT FOR HER!

  2. Maloney hat Recht!

    Und wenn nicht, Freunde kommen und gehen… that’s life 🙂

  3. Merci euch zweien. Das eigentliche Problem ist nicht einmal, dass ichs nie mehr gut haben werde mit ihr. Nur dass ich sie jetzt am meisten bräuchte, und sie es nicht rafft. Und ich nicht der Typ bin, der so Zeugs rausschreit. Weil imho dann nur die kommen, für die ich ein Gratiskarmapluspunkt bin. :/

  4. Owley… and the infinite sadness? Tut mir echt Leid für Dich (nicht das mit den Gummibärchen, das klingt lustig). Das Elternverhalten ist leider ziemlich üblich, was nicht heißt, es wär OK. Der Rest kommt mir auch irgendwie bekannt vor.

    Hier, nimm das:

  5. Haha Louey 😉 Danke.

  6. Hm, mir kommt vieles bekannt vor. Die Probleme mit den Eltern zum Glück nicht (und ich weiß nicht, was dich von allem am meisten bedrückt, offen gestanden), aber gerade der Rest weckt doch was vertrautes und verhasstes. Mit Schule bin ich ja jetzt auch fertig – wenn auch anders. Freunde sind trotzdem bald weg, manche vermutlich für immer. Und was du über deine „beste Kollegin“ schreibst – alles schonmal so erlebt. Von daher, denn ich will hier nicht meine Problemchen raushängen, wenns um eigentlich deine geht ;), sag ich einfach: erfreu dich an den positiven Dingen, denn die klingen ja mal pretty awesome. Was die Negativen angeht: es ist ätzend, lenkt ab und nervt; aber man muss i.d.R. durch und am Ende hat mans auch irgendwann hinter sich. Ich weiß, Phrasendreschen und so, aber so ist es nun mal und wenn man sich auf’s Positive von Zeit zu Zeit konzentrieren kann, dann hilft das ungemein 😉 Okay, genug Lebensweisheiten vom Jungspund. Vielleicht sind die auch höchst unnütz und es ist nur ne halbe Seite leeres Geschwafel, was ich mal nicht hoffe. Und falls doch, bist du eben heute mal unbeabsichtiger Weise mein „Gratiskarmapluspunkt“ 😀

  7. Ich muss dazu noch sagen: ich weiß, wie SEHR OBER MEGA ätzend gerade solche Probleme sind mit den Leuten, die man gern am nähesten bei sich hat. Also so richtig ätzend. Aber gerade dann benutz ich gern die erwähnten positiven Dinge, um mich abzulenken, zumindest zeitweilig. Das kann einem (zumindest mir) ne Menge Last nehmen, wenn auch nur vorübergehend. Darauf wollte ich eigentlich hinaus. So, und jetzt genug gefaselt für heute. /out 😀

  8. Armer Owley! Drüben bei mir hab‘ ich einen kleinen Muntermacher für Dich…

  9. Bis auf den schulischen Erfolg und so geht’s uns beiden gleich. Noch habe ich Kontakt zu meiner jetzigen Klasse, doch danach werde ich die meisten von ihnen vermissen, da man sich wohl nie wieder sehen wird.
    Mit der Arbeit bis in den August hinein kannst du dich zumindest ablenken – ich weiß, dass so etwas meistens hilft.
    Und sollte dich die Arbeit nicht genug ablenken, hast du immer noch Kumpels wie maloney, Robert und Damian, die dich unterstützen und dir wieder gute Laune verschaffen können – dir deinen Alltag verschönern können.

  10. Ach du! *drückdich*
    Das wird alles. Das mit den alten Schulfreunden, ja, das ist doof. Man denkt immer, auch wenn die zeit zuende ist, wir bleiben trotzdem Freunde für immer. Und nach und nach stellt sich dann raus, das dem doch nicht so ist. Versuch, dir da nicht zuviel draus zu machen. und bei denen, an denen dir wirklich sehr viel liegt: bleib am Ball. Versuch immer wieder, den Kontakt zu halten. Bei ein oder anderen klappt es vielleicht und ihr seid auch in 20 Jahren noch Freunde. Und die, mit denen das nichts wird, die sind es halt nicht wert. Wenn es im Herbst mit der neuen Schule losgeht, lernst du auch wieder neue Leute kennen und findest neue Freundschaften. Und vielleicht bleiben einige davon für länger.
    Das mit den Eltern… also, ich kann verstehen, das das sehr nervt. Das hat es mich früher in ähnlichen Situationen auch. Aber aus heutiger Sicht (hier spricht jetzt die weise Alte 😉 ) kann ich auch ein bißchen nachvollziehen, das Eltern so reagieren, wie sie halt reagieren. Ich kann mir vorstellen, das die deinigen sich, nachdem das mit der alten Schule so gelaufen ist, wie es eben gelaufen ist, schreckliche Sorgen um dich und deine Zukunft machen. Eltern sind so. Versuch vielleicht mal, ihnen zu versichern, du ihre Sorgen schon verstehst, das sie sich diese Sorgen aber um dich nicht machen müssen, das du deinen Weg schon machen wirst und nicht am Ende als verkrachte Existenz ohne Ausbildung dastehen wirst. (Ich könnte mir denken, das genau so etwas ihre Befürchtung ist) Das ist jetzt eine Menge Spekulation über deine Eltern, ohne sie zu kennen. Aber Eltern ticken in Situationen wie diesen eben meistens so. Versuch das einfach mal. Sag: Hey Leute, ich kann eure Sorgen um meine Zukunft echt gut verstehen. Aber ich kriege das hin, das seht ihr doch. Ich habe doch schon einen Platz an einer anderen Schule, ich habe für die nächsten Monate einen coolen Job und verdiene Geld. Ihr braucht euch keine Sorgen um mich zu machen, alles wird gut!
    Vielleicht entspannt das die Lage ja ein bißchen. Ich wünsche es dir!

  11. Ich gratuliere dir erst einmal zu deinem Job – ich will dann auch so ein Päckli sehen und den Inhalt essen, hm?! Zum Thema Freundschaft – ich machte in den letzten 3 Jahren eine ganz bewegende Phase durch. Als ich mit der Sek fertig war und auf die FMS kam (das war 2009) hatte ich Probleme mit meinen alten Freunden dort. Die akzeptierten mich leider nicht so wie ich war/bin und kapselten sich immer mehr von mir ab. Ich gehörte überall noch irgendwie dazu, aber es war nichts Festes mehr. Ich habe nun keinen Kontakt mehr zu denen, aber an der FMS konnte ich ganz wunderbare Leute kennenlernen, die mich mögen, akzeptieren und mich gerne um sie haben. Und ich lerne auch immer wieder ganz tolle Menschen kennen, wie jetzt eben dich vor zwei Monaten. In meinem jetzigen Freundeskreis sind alles Leute, die ich frühestens eben seit August ’09 kenne. Dafür sind es tolle Freundschaften. Ich kann mich den obigen statements nur anschliessen! Wegen diesem Umschwung ist mir klar geworden, was Freundschaft überhaupt bedeutet, und ich mache mir immer wieder Gedanken darüber. Also graval: puncto Freundschaftskonflikte bin ich für dich ein Ansprechpartner. In guten und in schlechten Zeiten. Immer und überall 🙂 (Und nicht falsch verstehen: ich wurde damals nicht gemobbt und war allein und so – wir lebten uns alle auseinander – ist kompliziert) Freu dich auf die FMS und geniesse den Sommerjob! Menschen kommen und gehen, und die wichtigen bleiben dir eben am und im Herzen 😀

  12. Danke euch allen, ich finde es auch irgendwie schön zu hören, dass es nicht nur bei mir manchmal auf und ab geht, und dass einige ähnliche Sorgen teilen 🙂

    @Lukas: Joa, heute war auch schon besser, war nur gestern ein ziemlicher Durchhänger. Liegt vermutlich auch dran, dass heute ein friedlicher Tag war und ich in meinem Job recht viele Freiheiten geniesse, weil ich als einzige ein bisschen was von Grafik verstehe und daher manchmal recht lieb behandelt werde… 😉 So „Oh, zum Glück kannst du Photoshop bedienen…“ Khihi 🙂
    @Simon: Du weisst ja: ❤
    @Lichtschwert: Danke, ist zum Glück nicht mehr so wild. Aber ich wünschte manchmal schon, die Leute wären nicht nur da, wenns drum geht, Spass zu haben, sondern auch, wenn ich sie brauche. Also jetzt nicht die Genannten. 🙂
    @Zimtapfel: Danke für die Tipps aus der Sicht einer Erwachsenen (also wir sind ja beinahe nur noch unter Erwachsenen, aber du weisst wie ich meine… einer alten Erwachsenen. Also. Oh. Sorry. Ich… ich hab das nicht so… du weisst schon… :P). Ich verstehe, dass sie sich Sorgen machen, aber mich nervt, dass dem immer noch so ist, auch wenn ich ihnen immer wieder sage, dass sie mich mal alleine sorgen lassen sollten. Aber tja, so schnell wird daraus wohl nichts, da kann man es auch sagen. Selbst die gute Note in der Aufnahmeprüfung wurde zum Negativargument umgedreht ("Du bist ja dann völlig unterfordert!"). So ticken meine Eltern eben. :/
    @Roberto: Joa, ich glaube ich weiss, was du meinst. Ging mir ähnlich, bis ich in diese Klasse kam. Da war ein geiler Flow, coole Leute, und irgendwie gehöre ich nun nicht mehr zu dieser Gruppe. Und das ist echt beschissen. Aber ja, ich hoffe auch auf eine gute Klasse im Sommer (sollten nicht einmal die Einteilungen kommen?), und danke für dein Angebot 🙂

  13. @graval: Immer doch 😉 Und die Einteilungen mit Klassenlisten, Stundenplänen usw. kamen bei mir erst in den Sommerferien. Ab dann hast du dann auch Zugriff auf unser Intranet. Also Geduld, my young padawan-learner!

  14. @graval: Auch wenn wir uns noch nicht so lang kennen und ich somit nicht zu den Genannten Verlangten gehöre, helfe ich gerne 🙂 Ich kann mit dir zusammen auch weinen oder so. Einfach sagen und abmachen! 😦

  15. Ich habe jetzt auch schon Zugriff aufs Intranet. Meiner alten Schule – bwahaha! 😉 Und danke, ich gehe lieber einmal wieder ins Kino! Nämlich 😛

  16. Jetzt hast du es tatsächlich geschafft, mich zu verarschen! War das die Rache für die Birchermüesli-Geschichte? Kaum las ich die ersten Worte vor dem „bwahaha“ überschlugen sich die Gedanken à la „Gopfedammi so e Frächheit mir hännd das Züüge erst im Summer erfahre und die jetzt scho vorher was söll das!?!?“ Schön reingelegt. Irgendwie scheinen momentan alle auf dem Legt-den-Roberto-rein-Trip zu sein. Gerade gestern wurde ich wieder einmal krass veräppelt 🙂 Ich hoffe das mit dem Kino war keine Veräppelung, sondern ernst gemeint 😛 Aber ich bleib bei meinem Angebot. Zu jeder Stunde. Auf immer und ewig. An jedem Ort. Nämlich.

  17. Nämlich nämlich?

  18. Genau.


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