Graval macht Stunk #5 – Doug Wheatley

1. August 2010 um 13:33 | Veröffentlicht in Star Wars | 4 Kommentare
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Bereits beinahe fertig getippt war dieser Beitrag als Entwurf auf dem Dashboard, als ich spontan in die Ferien abreiste. Unglücklicherweise vergass ich den bereitgelegten Laptop, sodass es erneut zu einem Ausfall kam, nun werde ich einfach versuchen, die zwei fehlenden Beiträge rechtzeitig nachzuliefern.

Nachdem ich euch viele verschiedene Künstler vorgestellt habe, möchte ich den ersten Comiczeichner präsentieren. Es gäbe viele gute Star Wars-Zeichner, die ich euch vorstellen könnte, ich habe mich aber für drei entschieden, bzw. sogar fünf, aber dazu später mehr. Einer der beliebtesten Zeichner ist Doug Wheatley, der vor allem für die Star-Wars-Reihe „Dark Times“ zeichnet.

Über Doug Wheatley
Viel ist nicht über Doug Wheatley bekannt, auf der englischen Wikipedia enthalten die externen Links mehr Zeichen als die Biografie Wheatleys. Trotzdem lassen sich einige Infos finden. So ist Wheatley bereits seit über 15 Jahren professioneller Comiczeichner und zeichnet seit 7 Jahren für Star Wars. Kennengelernt habe ich ihn, da er die ersten zwei Star Wars-Comics, die ich besass, zeichnete, und zwar die Adaption von Episode III und Dark Times: Parallelen. Letztere bereits 17 Bände enthaltende Reihe zeichnete Wheatley gänzlich und machte sich somit im Star Wars-Comicversum einen Namen.

Warum ich euch Doug Wheatley vorstellen möchte
Einerseits war er einer der ersten Star Wars Künstler, mit dem ich in Berührung gekommen bin, doch das reicht natürlich noch nicht aus, um einen ganzen Blogpost zu verfassen. Mir gefiel ganz schnell sein Zeichenstil, der sich nicht stark von dem unterscheidet, was man an Comiczeichenstilen kennt, an sich aber dann doch wieder sehr eigen ist. Wheatley gibt den Figuren und Dingen nicht scharfe Konturen, sondern lässt oft (ausser bei kleinen Details) die Kolorierung den Umriss bestimmen oder setzt zumindest nur feine Konturen an. Leider setzt er diesen wohl aufwändigen Stil (vielleicht mit ein Grund, warum er seine Arbeiten immer zu spät abliefert?) nicht konsequent durch, gerade bei kleineren Bildern oder Hintergrunddetails greift er vermehrt zur Tusche.

Nicht dass das schlecht wäre, ich finde sogar, dass selbst das gekonnt ist, nur beissen sich manchmal diese zwei Zeichenstile – der detailgenaue und der grobe. Insgesamt überwiegt aber das Gefühl, dass Wheatley sehr gut auf Details achtet und sich Mühe gibt, die Figuren mittels feiner Strichen lebendig wirken zu lassen. Man könnte durchaus sagen, dass Wheatley keinen Quadratmillimeter seiner Zeichnungen dem Zufall überlässt, jede Linie hat ihren Sinn und Zweck und genau das schätze ich an einem guten Zeichner.

Für mehr Infos zu Doug Wheatley konsultiert man am Besten sein Künstlerprofil auf TheFablerBlog.com oder direkt seine eigene Page, wo es aber kaum mehr als Bilder zu sehen gibt. Star Wars-interne Infos finden sich ausserdem auf dem englischsprachigen Star Wars Wiki Wookieepedia.

Bilderquellen: Porträt Doug Wheatley: TheFablerBlog.com // Dass Jennir-Bild (Dark Times 2): Wookieepedia.com // Juggernaut-Bild (Dark Times 2): Wookieepedia.com

4 Kommentare »

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  1. Ich kannte den Künstler zwar nicht, wusste aber seinen detaillierten Zeichenstil sehr zu schätzen. Im Gegensatz zu den The-Clone-Wars-Comic-Geschichten setzen die meisten Stories, die außerhalb der Prequels spielen, sehr viel auf Detailreichtum und Bildqualität. „Dark Times“ gehört dazu.
    Dass die Hintergründe das Gegenteil zu den detailreichen Vordergründen zu sein scheinen, stört mich nicht. Im Gegenteil: finden sich auf einer Seite zu viele Details, also sowohl im Vordergrund als auch im Hintergrund, führt das meines Erachtens bei den Lesern zu Irritationen. Man kann nicht mehr unterscheiden zwischen Wichtig und Unwichtig, da alles vom gestalterischen Aspekt genauso viel Beachtung bekommt.

    „einer der ersten Star Wars Künstler, mit dem ich in Berührung gekommen bin“
    Hoho, graval, jetzt lerne ich eine ganz neue Seite von dir kennen. 😉

  2. Du musst mich jetzt schon aufklären, „einer der ersten Star Wars Künstler, mit dem ich in Berührung gekommen bin“, ist das gänzlich falsch? Irgendwo klingelt bei mir eine Grammatik-Alarmglocke… 😉

    Anyway: Würde ich eine Auswahl der schlechtesten Zeichner machen, kämen sicher Scott Hepburn bzw. Brain Kolchak (TCW-Comic-Zeichner rein), weniger Liebe kann man wirklich nicht in seine Zeichnungen stecken. Ganz anders Wheatley. Dass er Hintergründliches nicht so detailgenau zeichnet, werfe ich ihm nicht vor (gut ich werfe ihm eh nichts vor, aber du weisst, was ich meine ;)), viel mehr, dass er dann hintergründliches in einem anderen Stil als die Vordergrundfiguren und -Gegenstände zeichnet, aber das ist eigentlich auch nur ein klitzekleiner Abstrich an der Qualität seiner Arbeit. 🙂

  3. Nene, mit Grammatik hat das nichts zu tun. 😉

    Die Sache mit den Zeichenstilen:
    1. Da habe ich dich wohl falsch verstanden.
    2. Mit Zeichenstilen habe ich nicht viel am Hut- äh, an der Maske. Da kennst du dich wohl besser aus und kannst die Sache mit dem Hintergrund vermutlich berechtigt „kritisieren“.

  4. Achso. Mit Interpretationskraft, meinste 😉

    Nun, ich denke es ist falsch zu sagen, dass ich mich besser mit Zeichenstilen auskenne als du. Vielleicht habe ich mehr Comics gelesen als du, das mag gut sein, aber um sagen zu können, dass und warum einem ein Stil gefällt kann man auch nur ein Comic gelesen haben. Somit werte ich deine Meinung & Argumentation gleich wie meine 😀


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