Pilterpost XXIX – Achtmal ich

10. März 2011 um 22:59 | Veröffentlicht in Pilterpost | 9 Kommentare
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Bei der Zeitzeugin, die das Fehlen eines Grafiktabletts zu beklagen hat, habe ich dieses Meme entdeckt, bei dem man sich selbst in acht verschiedenen Versionen zeichnen muss. Ich habe zwar ein Grafiktablett, bin aber nur begrenzt begabt im Umgang damit, unterm Strich gefällt mir mein Ergebnis aber doch. Animes habe ich noch nie gezeichnet, da brauchte ich ein paar Vorlagen, der Chibi sieht mehr wie Scott Pilgrim aus (so eine Mütze hab ich aber wirklich!!! \o/) und gegen Ende ging mir ein bisschen die Kreativität aus. Finde ich. Und ich unterstreiche ihre Aussage: Sich selbst zu zeichnen ist VERDAMMT schwer. Finde ich. Ich würde mich über weitere Selbstporträts freuen, macht doch auch mit! :)

Soundtrack of the Week – Ponyo

10. Dezember 2010 um 00:41 | Veröffentlicht in Ich, Kino / Film, Musik | 5 Kommentare
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Ich möchte auch diese Woche wieder einen Soundtrack vorstellen, der mir in diesem Jahr sehr positiv in Erinnerung geblieben ist, genauso wie der dazugehörige Film, auch wenn beide bereits aus 2008 stammen. Es ist ein sehr eigenwilliges Score meines Lieblingskomponisten Joe Hisaishi zum neuesten Werk von Hayao Miyazaki über ein kleines Goldfischmädchen, Ponyo. In diesem Soundtrack beschreitet Hisaishi gewissermassen Neuland, zumindest komponiert er Melodien, die für seine Verhältnisse doch sehr ungewohnt sind.

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Hayao Miyazaki-Filme

21. September 2010 um 20:39 | Veröffentlicht in Die Welt..., Ich, Kino / Film | 19 Kommentare
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Ich hatte mir schon lange überlegt, mal aufzulisten, wie mir die Hayao Miyazaki-Filme gefallen, jetzt nachdem ich alle seiner Spielfilme gesehen habe (wenn man einmal vom Lupin-Film absieht). Weil ich so gerne Top-Listen habe (dodkalm und Lichtschwert können ein Lied davon singen ;)), mache ich das mittels einer Aufzählung. Und vielleicht mag ja jemand die Idee aufgreifen oder hat eine andere Ansicht. Ich freue mich immer über Feedback ;)

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Ponyo (2008)

17. September 2010 um 00:07 | Veröffentlicht in Die Welt..., Ich, Kino / Film | 10 Kommentare
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Mit dem Review zu Hayao Miyazakis Ponyo, dessen doofen deutschen Titel ich aufgrund mangelnder Durchdachtheit abgekürzt habe, möchte ich auch eine neue Handhabung vorstellen. Und zwar wird es nun ein bisschen anders aussehen mit den Reviews. Ich werde nicht mehr das Filmposter einfügen, sondern eine Filmszene und es wird auch keine Unterteilungen in “Story”, “Soundtrack”, etc. geben, sondern alles wird ein bisschen flüssiger gehalten. Und, ich bin mir bewusst, dass ich den ein oder anderen Leser enttäuschen werde, ich halte an der Wertungsfreiheit für die Filme fest. Das wärs dann auch schon.

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Porco Rosso (1992)

22. Mai 2010 um 00:47 | Veröffentlicht in Kino / Film | 4 Kommentare
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Mit Porco Rosso habe ich nun praktisch alle Hayao Miyazaki-Filme gesehen, zumindest die wichtigen. Gut, Kikis kleiner Lieferservice fehlt mir noch, dann habe ich alle wichtigen gesehen. Denn sein Erstlingswerk Das Schloss des Cagliostro spricht mich genausowenig an wie den letzten Film, Ponyo, das verzauberte Goldfischmädchen. Doch zum eigentlichen Thema, Porco Rosso, dem Film über einen schweinegesichtigen Piloten. Dieser Film unterscheidet sich völlig von den anderen Werken Miyazakis. Einerseits ist das Setting ausserhalb Japans, bzw. in einer klar definierten, realen Welt, wenn man so will, andernseits verzichtet Miyazaki auf die mystische, magische Erzählweise, der er sich jeweils in den anderen Filmen bedient hat. Schlicht, einfach und (mehr oder weniger) real soll das Werk sein.

Story

Marco Paggot ist ein italienischer Pilot und arbeitet als Kopfgeldjäger, nur noch bekannt als “Porco Rosso” (rotes Schwein), nachdem er mit einem Fluch belegt wurde, der ihm die Visage eines Schweins verlieh. Er macht unter anderem Jagd auf Luftpiraten, denen er ein Dorn im Auge ist. So heuern diese einen Amerikaner, Donald Curtis, an, der Porco Rosso aus dem Weg räumen soll. Der Kopfgeldjäger wird zwar abgeschossen, kann sich und seine Maschine nach Mailand retten, wo sein Flugzeug von einem Freund generalüberholt wird. Unterstützt von der jungen Mechanikering Fio kehrt Porco zurück und fordert seine Revanche bei Curtis.

Es ist wie gesagt keine verworrene Story, wie beispielsweise bei Chihiro oder Das wandelnde Schloss, vielmehr präsentiert uns hier Hayao Miyazaki leichte Kost. Das Ganze wird ziemlich einfach gehalten, was sich auch in der Länge des Films zeigt, mit rund 90 Minuten ist dieser Film einer der kürzesten von Miyazaki. Mir gefällt das jedoch sehr gut, ich mag auch mal eine simple Story, die einfach unterhält (ein Fremd- bzw. Reizwort für manchen Blogger :P), neben den anderen Filmen, die eher schwere Kost sind.

Sehr gelungen finde ich übrigens das Ende des Films. Nach dem Duell mit Curtis verlassen die Luftpiraten, Gina und Fio die Insel, auf der der Kampf stattfand, da die Luftwaffe aufkreuzt. Da Fio ihn geküsst hat, hebt sich der Fluch auf, und Porco Rosso wird wieder zu Marco. Tatsächlich sieht man das nicht, sondern ahnt es nur, was kurz darauf von Curtis bestätigt wird, der ihn auf sein Gesicht anspricht. Dann düsen die zwei los, um die Luftwaffe von den anderen wegzulocken, doch auch dort erfährt man nicht, ob sie den darauffolgenden Kampf überlebten. Miyazaki gibt dem Film ein offenes Ende, das man aufgelöst zu werden hofft, als Fio in einem Voiceover erzählt, was später geschah. Doch sie sagt nur, dass Gina und sie gute Freundinnen wurden und sie dafür von Marco/Porco Rosso nie mehr etwas gehört hat.

Porco Rossos Fluch

Was es nun mit diesem Fluch auf sich hat, erfährt man ebenfalls nicht genau. Wir wissen, dass er Marco in ein Schwein verwandelt hat, aber ansonsten gibt der Film nicht viel preis. Das finde ich eigentlich noch ganz gut, so wird für einmal nicht der Fluch und dessen Aufhebung ins Zentrum gerückt (vgl. Das wandelnde Schloss, Chihiro) , sondern die Story. Tatsächlich glaubt man mit der Zeit nicht mehr daran, dass der Fluch aufgehoben wird, was dem Film Luft verschafft. Aus einer Erzählung Porco Rossos erfährt man, dass er einst in einem Luftkampf im Ersten Weltkrieg zahlreiche Freunde verloren hat. Als einziger Überlebender sah er, wie die Flieger der Toten sozusagen in den Himmel hochgehoben wurden. Offenbar sorgte dies für seinen Fluch, doch auch hier tappt man rasch wieder im Dunkeln. Das gefällt mir gut, so bleibt einiges der Fantasie des Zuschauers überlassen.

Figuren

Mit Porco Rosso freundet man sich rasch an. Ein gemütlicher und cooler Kerl, immer einen Spruch auf den Lippen, sozusagen der Han Solo des Films. Etwas schade finde ich, dass die Figur nicht wirklich behandelt wird. Man führt sie zu Beginn ein und zum Schluss ist er immer noch derselbe, bis auf sein Gesicht, natürlich. Ich denke, man hätte, vielleicht auch mit etwas mehr Laufzeit, mehr aus dem Charakter Porco Rosso herausholen können. An seiner Seite ist Fio, das 17-jährige Mädchen, die Enkelin von Porco Rossos Mechaniker, die begehrte und selbstsichere Flugzeugkonstrukteurin (die eine gewisse Ähnlichkeit zu Nausicäa aufweist). Gewissermassen, um den Vergleich mit Star Wars aufzugreifen, die Leia. Aber das wären dann auch schon die Parallelen zum Sternenkrieg, denn mit Vader vergleichen lässt sich Donald Curtis nun wirklich nicht. ;) Dass er Fios Abfuhr zum Ende so gefasst hinnimmt, erstaunt mich und passt gewissermassen nicht zu der Figur, die sich gewohnt ist, zu kriegen, was sie will.

Soundtrack

Erneut war Joe Hisaishi für den Soundtrack zuständig, diesmal bediente er sich jedoch eher italienischer Klänge und baute nur vereinzelt seine Melodien ein. Der Score hält sich im Hintergrund und tritt nur zu Beginn, in Form des zweimal gebrachten “Le Temps des Cerises”, das einmal aus Porco Rossos Radio schallt und wenig später von Gina zum Besten gegeben wird. Ein schlichter, einfacher Soundtrack, der aber gut gefällt, weil er genau die richtige Mischung aus traditioneller, italienischer Musik und den typischen Hisaishi-Klängen stellt.

Einer der besseren Filme von Hayao Miyazaki, der aus der Masse heraussticht, weil er erfrischend anders und leicht ist. Man beachte das unübersehbare Logo “Ghibli”, das auf dem Flugzeugmotor von Porco Rosso prangt. Eigenwerbung muss auch sein ;)

Bilderquelle: DTM.at

Das wandelnde Schloss (2004)

16. April 2010 um 22:38 | Veröffentlicht in Kino / Film | 8 Kommentare
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Heute Abend habe ich mir auf DVD Das wandelnde Schloss angesehen, einen weiteren Film von Hayao Miyazaki, von dem ich bereits Reviews zu Prinzessin Mononoke und Nausicaä aus dem Tal der Winde geschrieben habe.

Dieser Film ist bisher der schlechteste, den ich von Miyazaki gesehen habe, er hat zwar einige gute Ansätze und Ideen, doch letztlich vermag der Funke nicht ganz rüberspringen. Ich habe auch das Gefühl, dass der “Meister” ein wenig seinen Biss verloren hat, was sich mir durch die Kritiken zu seinen neuesten Filmen (Das wandelnde Schloss und Ponyo, das verzauberte Goldfischmädchen) bestätigt.

Story

Die junge Hutmacherin Sophie trifft zufällig den Zauberer Hauro, der ihr aus einer misslichen Situation hilft und in den sie sich verliebt. Aus Eifersucht belegt sie die alte Hexe aus dem Niemandsland mit einem Fluch, der sie altern lässt, und von dem sie niemandem erzählen kann. Beschämt begibt sie sich von der Stadt weg und gelangt zum Wandelnden Schloss, das Hauro gehört und arbeitet dort als Putzhilfe. Bald wird Hauro vom König aufgefordert seine Dienste dem Land bereitzustellen, als ein Krieg ausbricht. Pazifist Hauro will sich weigern, doch die Zauberin Suliman, seine alte Meisterin, die für den König arbeitet, ist im auf der Spur, und letztlich liegt es in Sophies Händen, Hauro zu retten und ihren Fluch zu brechen…

Ziemlich verwirrende Story, das. Ich musste offen gesagt für die Kurzfassung selbst nachschlagen, einfach weil der Film unglaublich verworren ist, dies aber bereits auf eine Art, dass man oft stockt, und sich fragt, wo man ist. Überhaupt kriegt man als Zuschauer das Gefühl, in eine Welt gefallen zu sein, in der alle anderen mehr wissen als man selbst. Man glaubt, der Geschichte hintennachzuhinken, ähnlich wie die alte Sophie, und glaubt, dass man immer wieder etwas verpasst hat. Die aufgeworfenen Fragen werden, wie das bereits in Chihiro der Fall war, nicht beantwortet. Das ist zeitweilen ziemlich ätzend und schadet dem Film als Gesamtes sehr.

Artwork

Dieser Film war zwar ein Anime, aber kein typischer Miyazaki-Film. Zeitweilen schien er wie ein Tim und Struppi-Film, der auf diesem Comic mit den syldvanischen Soldaten basiert. Zwar hat Miyazaki seine Inspiration aus dem Elsass und sicherlich versuchte er, diesen Stil in den Film einfliessen zu lassen, doch ich glaube, dadurch hat er seinen eigenen Stil verlassen.

Das Feeling, das einem überkommt, wenn man einen Miyazaki-Film schaut, wenn man denkt: “Hey, das schaut genau aus wie in diesem Film, das ist jetzt typisch Miyazaki!” kommt kaum, oder wenn, nur beim wandelnden Schloss und vielleicht noch dem ein oder anderen Kampfschiff auf, das ist aber auch schon alles. Auch die Beschriftung der Schilde und Tafeln auf englisch nimmt dem Film das letzte bisschen Anime-Flair. Da kann man noch so Manga-Figuren zeichnen, ein richtiger Miyazaki lebt von der richtigen Dosierung der richtigen Zutaten.

Synchronisation

Ich schaue Filme lieber im O-Ton, aber da ich bei den Anime vom Japanischen eh nix hab und das nur ablenkt, und weil die Filme auf Arte eh auch nur auf deutsch laufen, sehe ich diese Anime ausnahmsweise in der deutschen Synchronisation. Die bisherigen Filme waren alle in Ordnung, ich mochte vorallem Nina Hagen als böse Hexe in Chihiro, ansonsten gab es nichts speziell zu erwähnen noch zu bemängeln. Hier gibt es gerade beides. So finde ich die Stimme des Dämonen Calcifer lobenswert, das gibt dem Film diesen komischen Effekt. Dafür störte mich schon bald die Synchronisation der Sophie, die auch als junge Frau wie ein ältere Dame klingt, sehr. Es war einfach unglaubwürdig. Da hätte man ruhig eine Sprecherin suchen können, die eine junge und eine alte Stimme beherrscht, oder dann gerade zwei verschiedene.

Soundtrack

Der Soundtrack ist unscheinbar, ich kann mich gerade noch knapp an das Stück im Abspann erinnern, ansonsten glaube ich nicht, dass ich noch eine Melodie erkennen könnte. Zwar ist mir aufgefallen, dass Komponist Joe Hisaishi oft auf französische, elsässische Harmonika- und Geigen-Klänge zurückgriff, doch dies nur vereinzelt und kaum merklich. Nach einigem Hören auf YouTube muss ich sagen, dass die Musik sehr gut ist, trotzdem vermag sie mich in Kombination mit dem Bild nicht zu überzeugen, wenn ich mich kaum an sie erinnern mag.

Das wandelnde Schloss verfügt über gute Ideen, grossartige Ansätze und eine Story, die gut ausgebaut werden könnte. Doch das wurde nicht getan, und die Ansätze wurden in meinen Augen an den falschen Enden aufgegriffen, und zu einem undurchschaubaren Wirrwarr zusammengesponnen. Leider nix gewesen…

Bilderquelle: Filmposter-Archiv.de

Film-Reviews

14. April 2010 um 19:14 | Veröffentlicht in Ich, Kino / Film | 10 Kommentare
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Ich habe in letzter Zeit einige Filme geschaut, zu denen ich gerne noch ein Review schreiben wollte, aber momentan siechen die Reviews nur so vor sich hin, lediglich das zu Kick Ass hab ich halbwegs hingekriegt, weil es das erste Review vor dem offiziellen Kinostart war. Zu den Arte-Anime-Filmen wollte ich noch das ein oder andere Review abtippen, namentlich zu

  • Chihiros Reise ins Zauberland (2001) – sehr gelungener Film
  • Mein Nachbar Totoro (1988) – liebevoll gemachter (Kinder)film
  • Shrek 2 (2004) – liegt noch irgendwo angefangen rum

Demnächst schaue ich dann noch Hotel Ruanda und sicher auch Das wandelnde Schloss, die ich unbedingt reviewen möchte.

Prinzessin Mononoke (1997)

22. März 2010 um 21:37 | Veröffentlicht in Kino / Film, Musik | 4 Kommentare
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Zum dritten Mal habe ich Prinzessin Mononoke gesehen, auf Anraten einer Kollegin, nachdem ich ihn die ersten beiden Male jeweils schlecht fand. Damals fand ich sowieso alles doof, was mit Manga und Anime zu tun hatte. Nach dem dritten Mal sehen gefällt mir der Anime-Klassiker jedoch prima und ich denke, er ist durchaus eine Rezension wert.

Story

Im Japan des 15. Jahrhunderts wird ein unbescholtenes Dorf von einem zum Dämonen gewordenen Keiler heimgesucht. Dem Prinz Ashitaka gelingt es zwar, den Eber zu töten, doch weil dieser ihn berührt hat, ist er mit einem todbringenden Fluch belegt. Ashitaka macht sich auf, die Ursache für die rasende Wut des Ebers zu ergründen und begibt sich nach Westen, wo er an einen Ort, an dem der Gott des Waldes regiert. Die ansässigen Menschen, unter der Leitung von Herrin Eboshi, drängen die Tiere immer stärker in den Wald zurück, um die Erzvorkommen auszuschöpfen. Diese wehren sich so gut sie können, angeführt von den Wölfen, die vom Menschenkind San, der Prinzessin Mononoke, unterstützt werden. In einer letzten Schlacht hat es Herrin Eboshi auf den Kopf des Waldgottes abgesehen, doch die Waldbewohner und Ashitaka versuchen, genau dies zu verhindern…

Die Story ist sehr tiefgründig, und zeigt die Problematik des Menschen, der in seiner Habgier immer stärkere Eingriffe in die Natur vornimmt. Wikipedia schreibt auch von der Suche nach einem Konsens zwischen Mensch und Natur, den Ashitaka vermehrt anspricht und auch sucht, jedoch meist auf taube Ohren stösst. Es wird jedoch nicht in einem moralischen Finale (Menschen sterben, Tiere übernehmen) aufgelöst, sondern beide Seiten müssen letztlich Abstriche hinnehmen, um ihren Blick klären zu können.

Figuren

Bei der mysteriösen San, der “Dämonenprinzessin”, weiss man nie richtig, woran man genau bei ihr ist und wie sie Ashitaka gegenüber eingestellt ist. Das Bild von ihr, wie sie der Wolfsgöttin das vergiftete Blut aussaugt, um die Wunde zu reinigen, ist episch, und bleibt mir lange im Kopf. Ashitaka ist der klare Held, wenn auch weniger durch seine Kraft und Geschicklichkeit, als durch das Hinterfragen des Machtanspruchs der Menschen, und des Versuchs, eine Lösung für beide Seiten zu finden. Gewissermassen lassen sich Parallelen zu Avatar ziehen, aber das ist sicher kein Geheimnis. Die restlichen Figuren gefallen mir ebenfalls sehr gut, hervorzuheben sind sicherlich die Waldgeister, die mit ihren klappernden Köpfen und kindlichen Gesichtern lustig anzusehen sind. Abstriche gibt es jedoch beim Waldgott, dessen Gesicht einfach lächerlich und völlig unglaubwürdig wirkt. Ebenfalls sehr dämlich fand ich den spinnenartigen Gang des Wildschweindämonen Nago zu Beginn, das war ebenfalls ein Faktor, der ziemlich lächerlich anmutete.

Soundtrack

Ein weiterer Kandidat für das Prädikat “Gelungen” ist dieser Score von Joe Hisaishi, der einfach perfekt in den Film passt. Interessanterweise lassen sich teilweise John Williams-Klänge heraushören, manchmal klingt – vorallem der gesungene Track – wie Enya, was ich jedoch für zufällig halte. Einige Tracks führen dazu, dass es mir eiskalt den Rücken hinunterläuft, so genial ist das Ganze komponiert. Westlicher Hollywood-Sound goes Japanische Musik – Ergebins: Geniale Filmmusik! :) In meinen Augen ist ein Soundtrack unter anderem dann gut, wenn man beim Hören die Szene vor Augen hat. Was bei diesem Score zutrifft.

Ein Film, den es nur zu empfehlen gilt – man muss sich jedoch auf die etwas andere Erzählweise des Animes einstellen und mitreissen lassen. Neben dem Simpsons-Film wahrscheinlich der beste Zeichentrickfilm, den ich bisher gesehen habe.

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