Graval macht Stunk #6 – Mike van Audenhove

1. August 2010 um 19:26 | Veröffentlicht in Die Welt... | 10 Kommentare
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Als Mike van Audenhove am 8. März 2009 völlig überraschend an Herzversagen starb, verlor ich eines meiner grossen Idole. Ein Jahr zuvor hatte ich den Zeichner noch an einer Autogrammstunde besucht, wo er mir einen Bart Simpson gezeichnet hatte. Mit ihm hat die Schweiz einen grossartigen und subtil gesellschaftskritischen Künstler verloren, oder zumindest Zürich, dass man ihn ausserhalb des Kantons kaum kannte erstaunte mich immer wieder.

Über Mike van Audenhove
Mike van Audenhove, Sohn belgischer Einwanderer, wurde in North Carolina geboren und lebte seit seinem neunten Lebensjahr in der Schweiz, wo er 1996 erstmals einen Comicstrip der Reihe “Zürich by Mike” veröffentlichte, die er bis zu seinem Tod zeichnete, und die ihn rasch bekannt machte. In seinen Comicstrips, die jeweils wöchentlich im züritipp erschienen, zeigte er jeweils wie die Zürcher wirklich sind – nie überspitzt oder provokativ, sondern immer liebenswert und mit einem grossen Augenzwinkern.

Warum ich euch Mike van Audenhove vorstellen möchte
Ich mag viele Künstler, manche inspirieren mich oder beeinflussen meinen Zeichenstil, aber kaum jemandens Zeichnungen haben mich immer wieder zum Lachen gebracht und mich so berührt, wie Mikes. Sein Zeichenstil war eigen, aber gerade durch seine Einfachheit widerspiegelte er Mikes Zeichnungen: Kurze, einfache Comicstrips, die immer wieder genau auf den Punkt getroffen haben und in denen man sich selbst wiedererkennen konnte.

Ich erinnere mich noch, wie er gezeichnet hat: Den Kopf über das Blatt gebeugt, die Nase nur Millimeter von selbigem entfernt und mit zittrigen Händen brachte er ein Kunstwerk zustande. Der Bart Simpson, den er für mich gezeichnet hat, liegt in einer Schublade sicher verwahrt. Meine Erinnerung an einen grossen Künstler und Beobachter.

Mehr über Mike van Audenhove findet man auf ZuerichByMike.ch, seiner Webpage und natürlich der üblichen Verdächtigen, der Wikipedia.

Bilderquellen: Porträt Mike van Audenhove: 20min.ch // Presslufthammer-Comic-Strip: ZuerichByMike.ch (Nr. 10046) // Bart Simpson-Foto von mir

Graval macht Stunk #5 – Doug Wheatley

1. August 2010 um 13:33 | Veröffentlicht in Star Wars | 4 Kommentare
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Bereits beinahe fertig getippt war dieser Beitrag als Entwurf auf dem Dashboard, als ich spontan in die Ferien abreiste. Unglücklicherweise vergass ich den bereitgelegten Laptop, sodass es erneut zu einem Ausfall kam, nun werde ich einfach versuchen, die zwei fehlenden Beiträge rechtzeitig nachzuliefern.

Nachdem ich euch viele verschiedene Künstler vorgestellt habe, möchte ich den ersten Comiczeichner präsentieren. Es gäbe viele gute Star Wars-Zeichner, die ich euch vorstellen könnte, ich habe mich aber für drei entschieden, bzw. sogar fünf, aber dazu später mehr. Einer der beliebtesten Zeichner ist Doug Wheatley, der vor allem für die Star-Wars-Reihe “Dark Times” zeichnet.

Über Doug Wheatley
Viel ist nicht über Doug Wheatley bekannt, auf der englischen Wikipedia enthalten die externen Links mehr Zeichen als die Biografie Wheatleys. Trotzdem lassen sich einige Infos finden. So ist Wheatley bereits seit über 15 Jahren professioneller Comiczeichner und zeichnet seit 7 Jahren für Star Wars. Kennengelernt habe ich ihn, da er die ersten zwei Star Wars-Comics, die ich besass, zeichnete, und zwar die Adaption von Episode III und Dark Times: Parallelen. Letztere bereits 17 Bände enthaltende Reihe zeichnete Wheatley gänzlich und machte sich somit im Star Wars-Comicversum einen Namen.

Warum ich euch Doug Wheatley vorstellen möchte
Einerseits war er einer der ersten Star Wars Künstler, mit dem ich in Berührung gekommen bin, doch das reicht natürlich noch nicht aus, um einen ganzen Blogpost zu verfassen. Mir gefiel ganz schnell sein Zeichenstil, der sich nicht stark von dem unterscheidet, was man an Comiczeichenstilen kennt, an sich aber dann doch wieder sehr eigen ist. Wheatley gibt den Figuren und Dingen nicht scharfe Konturen, sondern lässt oft (ausser bei kleinen Details) die Kolorierung den Umriss bestimmen oder setzt zumindest nur feine Konturen an. Leider setzt er diesen wohl aufwändigen Stil (vielleicht mit ein Grund, warum er seine Arbeiten immer zu spät abliefert?) nicht konsequent durch, gerade bei kleineren Bildern oder Hintergrunddetails greift er vermehrt zur Tusche.

Nicht dass das schlecht wäre, ich finde sogar, dass selbst das gekonnt ist, nur beissen sich manchmal diese zwei Zeichenstile – der detailgenaue und der grobe. Insgesamt überwiegt aber das Gefühl, dass Wheatley sehr gut auf Details achtet und sich Mühe gibt, die Figuren mittels feiner Strichen lebendig wirken zu lassen. Man könnte durchaus sagen, dass Wheatley keinen Quadratmillimeter seiner Zeichnungen dem Zufall überlässt, jede Linie hat ihren Sinn und Zweck und genau das schätze ich an einem guten Zeichner.

Für mehr Infos zu Doug Wheatley konsultiert man am Besten sein Künstlerprofil auf TheFablerBlog.com oder direkt seine eigene Page, wo es aber kaum mehr als Bilder zu sehen gibt. Star Wars-interne Infos finden sich ausserdem auf dem englischsprachigen Star Wars Wiki Wookieepedia.

Bilderquellen: Porträt Doug Wheatley: TheFablerBlog.com // Dass Jennir-Bild (Dark Times 2): Wookieepedia.com // Juggernaut-Bild (Dark Times 2): Wookieepedia.com

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