Politik oder Lötkolbengrinsen

19. April 2010 um 20:59 | Veröffentlicht in Die Welt..., Ich | 7 Kommentare
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Ich beneidete den Vater damals nicht, der dem Kind Politik, bzw. den Job eines Diktatoren erklärte. Meinkleinerneffe wollte dann letztens wissen, warum seit Wochen so grosse Plakate von Menschen rumstünden. Und so versuchte ich ihm Politik zu erklären. Ich hätte es bleiben lassen sollen.

“Jaweissu… Es gibt ja 7 Kerle, die die Schweiz regieren, die Chefs sozusagen…”
“Warum gibts denn Chefs? Darf doch keiner Chef sein von unserem Land? Gehört doch allen?”
“Ja schon. Aber irgendwer muss zum Rechten schauen. Und darum gibts die 7 Kerle.”
“…”
“Aber die können ja nicht die ganze Schweiz beobachten. Darum gibts in allen Orten solche Unter-Chefs.”
“…”
“Und die machen jetzt Werbung, dass die Leute sie als Unter-Chefs wählen.”
“…”
(Gut, er hats nicht kapiert… Plan B.) “Und, wie war dein Tag so?” :D

Diese Plakate gehen mir schon ein bisschen auf den Keks.
Zwei Dinge, die man am Morgen vor der Schule nicht braucht:
1. Merkels Dekoletée in der Oper in Dänemark.
2. Politik-Hackfressen die sich in Hässlichkeit toppen, nicht aber in Intelligenz.

I proudly present:

Dr. Grinch

Mecker-Schorsch

Der Mit Dem Lötkolben Im Arsch Grinst

Der Mit Dem Lötkolben Im Arsch Grinst

Graval liest: Nick Hornby – Otherwise Pandemonium

19. April 2010 um 17:00 | Veröffentlicht in Buch, Graval liest | 3 Kommentare
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Am Freitag ist Welttag des Buches. Weil auch die Schweiz den Welttag des Buches mit einer eine Woche andauernden Aktion zelebriert, will ich dem in Nichts nachstehen, und stelle euch nun jeden Tag bis Freitag kurz eines meiner Lieblingsbücher vor. Mein Dad und ich haben derweil die Aktion “Schenke ein Buch” für uns entdeckt, und schenken uns gegenseitig ein Buch, wodurch wir dann beide an einem Wettbewerb teilnehmen :D Aber zum Thema:

Nick Hornby – Otherwise Pandemonium

Das erste Buch, das ich vorstellen möchte ist knapp fünf Millimeter dünn/dick und enthält zwei Kurzgeschichten von Nick Hornby, nämlich Otherwise Pandemonium und Not A Star. Es sind nicht die besten Geschichten von Hornby, doch sie sind kurzweilig und unterhaltsam, und auf jedenfall gute Lektüre für Zwischendurch – ich beispielsweise benutzte sie als Zuglektüre.

Story

Otherwise Pandemonium (Der Videorekorder)

Diese Geschichte wurde bereits übersetzt, und zwar in Hornbys letztem Roman, Slam, als Draufgabe. Sie handelt von einem Teenager, der einen Videorekorder kauft. Plötzlich spult der Rekorder jedoch die Nachrichten der Zukunft auf Band, und mit der Zeit kommt raus, dass es die Welt nur noch sechs Wochen geben wird. Es ist also höchste Zeit, gewisse Dinge nachzuholen…

Not A Star

Lynn, eine besorgte Mutter erhält eines Tages ein Video von einer Nachbarin. Es ist ein Porno, und auf dem Cover entdeckt sie ihren Sohn Mark. Eine Welt bricht für die Hausfrau Lynn zusammen, und auch ihr Mann hat so seine Probleme mit dem Pornofilm, was unter anderem auf die Grösse von Marks bestem Stück zurückzuführen ist. Sollen die Eltern nun enttäuscht oder stolz auf ihren Sohn sein? Und überhaupt, was unterscheidet solch einen Porno schon von einem Klavierkonzert?

Graval findet

Die erste Story ist ein bisschen gar fantastisch, doch wenn man sich daran gewöhnt hat, ist es doch noch spassig zu lesen. Wie bereits in Slam beweist Hornby sein vielseitiges Schreibtalent. Er kann sich gut in Teenager hineinversetzen und schreibt sie glaubwürdig. Die Idee, mit einem Videorekorder in die Zukunft zu blicken, ist interessant, wer hat sich noch nicht gewünscht, in die Zukunft sehen zu können? Vielleicht ein bisschen zu fantastisch für Hornbys Verhältnisse, der sonst ziemlich realitätsnah und sachlich schreibt (Slam ausgenommen ;)).

Not A Star ist einfach nur zum Schieflachen. Das vorprogrammierte Familienchaos, als die Mutter den Porno entdeckt, beschreibt Hornby urkomisch und keine Pointe wird ausgelassen. Die Familie versucht, das Problem des Sohns als Pornostar zu lösen, doch da man solche Themen so gut wie nie besprochen hat, gestaltet sich das äusserst schwierig. Definitiv die bessere Geschichte der beiden.

Das letzte Wort

“Dave”, I said. “Our son has the biggest… thing, I’ve ever seen.”

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