Doktorspiele – Der Wieselkrimi: Teil 3

20. Juli 2009 um 11:19 | Veröffentlicht in Wieselkrimi | 2 Kommentare
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Doktorspiele2

Was bisher geschah:

Dr. Keinnam Namlosz, ein Forscher wird kaltblütig mit einem Messer erstochen. Unter den Tatverdächtigen befinden sich Ladaam Namlosz, Namlosz’ Exfrau und Anton Stillheit, ein gescheiterter Rock-Musiker. Beide haben jedoch ein Alibi.

Teil 3

Das schien nach einem durchgeplanten Mord. Das musste jemand mit einer unweit grösseren Wut auf Namlosz gewesen sein, dachte sich Inspektor Wiesel, als er am nächsten Morgen den Posten betrat. Nicht Namlosz Ex-Frau. Nicht Anton Stillheit. Die Lösung des Falles lag nicht so nahe wie er dachte. Er gab seinen Leuten auf, den Verdächtigenkreis zu erweitern und ihm Namlosz’ Akte vorzulegen. Eine Viertelstunde und zwei Kaffees, die wie immer nach Automat schmeckten, also nach nichts, überflog Wiesel in seinem Büro die Akte Keinnam Namlosz. Vor etwa einem halben Jahr gab es einen Nachbarschaftsstreit mit Fräulein Ilse Grossvogel, einer Studentin. Diese hatte sich damals über Namlosz’ laute Rockmusik (vermutlich von eben der Gitarre, die ihm Stillheit vertickerte, doch dazu würden sie später kommen) beklagt. Der Fall wurde aussergerichtlich beendet. Doch hielt Namlosz sein Versprechen, mit dem Lärm aufzuhören?

“Lassen Sie mich überlegen…” Nervös kaute die junge Damen an ihren Fingernägeln. Ihren Schosshund, Nochen, einen Chihuahua, musste sie bei der Ankunft auf dem Präsidium aussen vor lassen. Dafür beschäftigte sie sich nun mit ihren Fingernägeln, welche sich in den zehn Minuten der Befragung um die Hälfte zurückgebildet hatten. “Nun?” stocherte Wiesel nach, ungeachtet der Nervosität der Studentin. “Alsoooooo… Ich glauuuube… ich war um – wann nochmal? 19 Uhr?” – “Nein. 18 – 18.45 Uhr. Und haben Sie ein Alibi? Wo waren Sie zu dieser Zeit?” – Die Studentin wurde von Minute zu Minute unsicherer und nervöser. “Nein. Ich war zu Hause und habe an meiner Facharbeit für Theologie gearbeitet. Der einzige Zeuge ist mein Hund” Ein müdes Lächeln entwich ihren Lippen. “Ich nehme an”, begann Wiesel, als wäre es eine Hiobsbotschaft. Tatsächlich wars auch eine, ” dass wir Sie, solange wir Ihre Unschuld nicht beweisen können, in Untersuchungshaft nehmen. Sollte Ihre Unschuld bewiesen werden, werden Sie auf Staatskosten entschädigt. Noch Fragen” Die Studentin schüttelte den Kopf doch dann fiel ihr etwas ein. “Darf ich Nochen mitnehmen?”

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